Mangas und Anime zeichnen

Mangas sind japanische Comics, die in den meisten Fällen Schwarz-Weiß sind und von hinten nach vorne gelesen werden.

Um Comics in Buchform abzugrenzen, wird im Zusammenhang mit japanischen Zeichentrickfilmen von Anime gesprochen. Generell gilt für das Zeichnen von Anime und Mangas, dass Übung den Meister macht, denn auch wenn die Figuren teils recht einfach aussehen, steckt einiges an Talent und Erfahrung dahinter, bis die Figuren dann auch tatsächlich so aussehen.

Hier einige Tipps und Tricks für das Zeichnen von Anime und Mangas: 

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In aller Regel haben Anime- und Manga-Figuren ein westliches Aussehen mit leicht herzförmigen Gesichtern, großen Augen und bunten Haaren. Charakteristisch ist zudem das kindhafte Aussehen. Eine wichtige Rolle spielen in diesem Zusammenhang die großen Kulleraugen, die eines der wichtigsten Elemente sind, um Gefühle darzustellen.

Im Unterschied zu westlichen Zeichentrickfilmen und Comics werden daher hier meist auch die Pupillen gezeichnet. Die Nase und der Mund spielen nur untergeordnete Rollen und selbst in Animes werden für den Mund nur sehr wenige Formen verwendet.

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Um Emotionen oder Gesichtsausdrücke hervorzuheben oder zu verniedlichen, können Figuren in extremen Formen, dem sogenannten Super Deformed gezeichnet werden. Hierbei spielt dann die Anatomie keine allzu große Rolle mehr, sondern es werden die Körperteile, die gerade von besonderer Bedeutung sind, besonders stark betont und groß gezeichnet. Wird von Chibi gesprochen, ist damit gemeint, das ein Charakter in besonders kindlicher, meist gedrungener Form dargestellt wird, wobei sich bei dieser Darstellung auch Stilelemente des Super Deformed wiederfinden können.

Daneben gibt es die sogenannten Kemonomimi, menschliche Figuren mit Tiermerkmalen. Allerdings haben diese Figuren nur einzelne Elemente von Tieren, beispielweise Ohren oder Augen, und können diese Elemente auch nur kurzzeitig und in bestimmten Situationen besitzen.

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Einige grafische Elemente finden sich sehr häufig in Mangas und Animes. Hierzu gehören beispielsweise Schweißtropfen, die Stress, Wut, Verlegenheit oder Peinlichkeit symbolisieren. Eine Schleimblase aus der Nase stellt dar, dass die Figur schläft und Nasenbluten steht insbesondere bei männlichen Figuren für sexuelle Erregung. Ist eine Figur erschöpft oder bewusstlos, werden häufig Spiralaugen gezeichnet.  

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Wichtig für das eigene Manga oder Anime ist, zunächst eine Geschichte und anschließend einen Hauptcharakter zu entwickeln. Die Geschichte sollte klar gegliedert und logisch sein und der Zeichner sollte bereits am Anfang schon das Ende kennen. Damit die Geschichte nicht langweilig wird, sollten Dialoge genutzt werden, die aber wirklich Gespräche und nicht bloße Erklärungen sein sollten.

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Neben der Hauptfigur hat eine Geschichte immer auch Nebenfiguren. Diese sind zwar vielleicht nicht ganz so wichtig, sollten aber dennoch individuell gestaltet und mit Besonderheiten versehen werden.

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Um ein Anime oder ein Manga zu zeichnen, genügen im Grunde genommen Papier und Bleistift. Sollen die Figuren und Hintergründe koloriert werden, können Farbstifte, Aquarell- oder Acrylfarben verwendet werden, möglich ist natürlich auch, die Figuren mit speziellen Programmen am PC zu kolorieren.

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Für die ersten Versuche ist es sinnvoll, eine Figur abzuzeichnen und anschließend individuell zu verändern. Daneben gibt es im Internet diverse Einzelelemente wie Gesichter oder Augen, die verwendet werden können, um daraus eine Figur zusammenzustellen.

Video-Anleitung zum Zeichnen von Manga-Augen:

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Thema: Tipps zum Zeichnen von Anime und Manga

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