Tipps zum Zeichnen von Stillleben

Eine sehr häufige Darstellungsweise bei Zeichnungen und Gemälden ist das sogenannte Stillleben. Dabei handelt es sich bei einem Stillleben um eine Darstellung von leblosen Gegenständen, die inhaltlich zusammenpassen und nach ästhetischen Gesichtspunkten arrangiert werden.

Zu den klassischen Motiven für Stillleben gehören Früchte und andere Lebensmittel, möglich sind beispielsweise aber auch Blumen oder Geschirr- und Besteckteile.

Hier nun einige Tipps und Tricks für das Zeichnen von Stillleben:

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Grundsätzlich sollten die dargestellten Gegenstände inhaltlich zueinander passen und unter einem Oberbegriff zugefasst werden können. Allerdings wirkt das Bild wesentlich interessanter, wenn die Gegenstände unterschiedliche Formen haben.

Wird also beispielsweise ein Stillleben gemalt, dass überwiegend Früchte mit runden Formen wie Äpfel, Birnen und Kirschen darstellt, kann dadurch Spannung in das Bild gebracht werden, dass eine Figur mit einer anderen Form in die Gruppe integriert wird, beispielsweise ein hohes Glas, eine längliche Flasche oder ein eckiger Getränkekarton.

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In den meisten Fällen werden Stillleben so gezeichnet, dass die Gegenstände auf dem Tisch arrangiert und anschließend abgezeichnet werden. Allerdings gilt hierbei zu beachten, dass sich während des Malens die Lichtverhältnisse ändern können, was zur Folge hat, dass auch die Schatten später anders fallen. Zudem ändert sich durch die eigenen Bewegungen immer wieder auch der Blickwinkel auf das Arrangement. Für ungeübtere Zeichner ist es daher meist leichter, das Stillleben zu zeichnen, wenn das Arrangement fotografiert und das Foto anschließend als Malvorlage verwendet wird.

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Die Grundlage für das Stillleben bildet zunächst eine geometrische Figur, in den meisten Fällen ist dies ein Dreieck. Dieses wird auf den Malgrund gezeichnet, allerdings nur unter sanftem Druck des Bleistifts, damit es später wieder entfernt werden kann. Entlang der unteren Kante des Dreiecks kann ein weiteres, flaches Dreieck gezeichnet werden, das festlegt, wie weit die Schatten reichen.

Das große Dreieck bildet den Rahmen für die Gruppe der Gegenstände, das bedeutet, die Gegenstände werden innerhalb dieses Dreiecks arrangiert. Dabei sollten die Abstände zwischen Kanten des Dreiecks und Rändern des Blattes nicht zu eng beieinander liegen. Grundsätzlich richtet sich die Wahl der geometrischen Figur danach, welcher geometrischen Figur die Gruppe der zu zeichnenden Gegenstände am ehesten entspricht.

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Sind alle Gegenstände grob skizziert, werden sie entsprechend ausgearbeitet und mit Schatten versehen. Bei reinen Bleistiftzeichnungen bietet es sich dabei an, mit recht starken Kontrasten zu arbeiten, weil dies dem Bild mehr Aussagekraft verleiht.

Starke Kontraste können recht einfach dadurch umgesetzt werden, dass dunkel ausgemalte oder stark schraffierte Bereiche entsprechend dunkle Schatten erhalten, während helle Bereiche gänzlich weiß verbleiben und keine oder nur sehr leicht schraffierte Schatten bekommen.

Schönes Video zu Werken einer Stillleben-Künstlerin:

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