Tipps Licht und Schatten

Neben dem Motiv an sich, das sich aus Linien und Flächen zusammensetzt, spielen beim Zeichnen auch Licht und Schatten eine elementare Rolle, denn sie geben der Zeichnung Tiefe und machen sie lebendig.

Gerade für Anfänger stellt das richtige Platzieren von Lichteffekten und Schattierungen jedoch oft eine besondere Herausforderung dar.

Hier daher einige Tipps und grundlegende Infos im Zusammenhang mit Licht und Schatten:

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Zunächst wird Licht benötigt, um überhaupt etwas sehen und erkennen zu können. Das menschliche Auge verfügt dabei über zwei unterschiedliche Arten von Sehzellen.

Die eine Sehzellenart ist für das Sehen von Farben zuständig, die andere für das Sehen von hell und dunkel, wobei diese Sehzellenart sehr viel empfindlicher ist. Damit erklärt sich auch, dass Menschen zwar etwas sehen können, wenn es dunkel ist, Farben dann jedoch kaum wahrnehmen.

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Beim normalen Sehen versucht das Auge, die Umgebung so schnell wie möglich zu erfassen. Schatten werden dabei als eine Art Störung empfunden und automatisch ausgeglichen. Betrachtet ein Mensch also einen Gegenstand, nimmt er zunächst den Gegenstand als solches wahr und achtet nicht darauf, welche Seite des Gegenstandes heller ist und welche Seite im Schatten liegt.

Um das Auge dazu zu bringen, Schatten gezielt wahrzunehmen, muss die einfallende Lichtmenge verringert werden. Dadurch verstärken sich die Kontraste und die Schatten werden sichtbarer.

Dazu können die Augen zusammengekniffen werden, so dass nur ein kleiner Spalt für das Sehen bleibt. Zeichner und Maler nutzen zudem einen sogenannten schwarzen Spiegel, beispielsweise in Form einer Glasscheibe, die durch Kerzenruß oder Farbe geschwärzt wurde.  

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Beim Zeichnen wird normalerweise davon ausgegangen, dass das Licht von oben oder seltener von der Seite einfällt. Licht, das Gegenstände oder Gesichter von unten anleuchtet, wirkt dagegen unnatürlich und oft auch etwas gruselig, weshalb dieser Effekt häufig im Theater oder in Horrorfilmen eingesetzt wird.  

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Objekte und Flächen, die sich nahe im Vordergrund befinden oder hoch liegen, werden üblicherweise direkt vom Licht beleuchtet, so dass solche Bildelemente auch hell gezeichnet werden.

Dementsprechend werden Bildelemente, die im Hintergrund, weiter entfernt oder weiter unten liegen, dunkler gezeichnet. Eine Ausnahme bilden jedoch solche Gegenstände, die sehr weit entfernt im Hintergrund sind. Hier entsteht der Eindruck von großer Entfernung durch helle Flächen ohne starke Kontraste, die verschwommen wirken.

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Die Wahrnehmung einer Fläche hängt außerdem auch von der Umgebung ab. Wird ein graues Quadrat beispielsweise auf einem hellen Untergrund gezeichnet, wirkt es dunkler als auf einem dunklen Untergrund.

Diese Wirkung, die als Simultankontrast bezeichnet wird, bedeutet für das Zeichnen, dass Flächen, die hell wirken sollen, einen dunklen Hintergrund benötigen.

Hier eine Video-Anleitung zum Zeichnen für plastische Schatten:

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Thema: Tipps und Infos im Zusammenhang mit Licht und Schatten 

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