Die wichtigsten Tipps und Tricks für Grafikdesign

Die wichtigsten Tipps und Tricks für Grafikdesign

Das Grafikdesign kommt in erster Linie im Zusammenhang mit Werbung und Öffentlichkeitsarbeit zur Anwendung, weitere Schwerpunkte liegen im Bereich der Kommunikation von Wissenschaft und Kultur. Die Aufgabe des Grafikdesigns besteht darin, Inhalte mithilfe von verschiedensten künstlerischen und technischen Mitteln visuell zu gestalten, um so eine bestimmte Information oder Botschaft zu vermitteln.

Die wichtigsten Tipps und Tricks für Grafikdesign

Die Anfänge des Grafikdesigns liegen in den frühen 1920er-Jahren. Bis dahin war häufig eine einzige Person für das Grafikdesign zuständig, wobei diese Person dann Designer, Grafiker, Typograph, Schriftsetzer und Drucker in einem war.

William Addison Dwiggins prägte den Begriff Grafikdesign und bis heute ist es beispielsweise in Werbeagenturen so, dass der Art oder Creative Director das Konzept entwickelt und der Grafikdesigner die Idee grafisch umsetzt.

Seit einigen Jahren beschränkt sich die Arbeit aber nicht mehr nur auf die Gestaltung von und mit Formen, sondern neben dem Visuellen spielt zunehmend auch die audiovisuelle und die verbale Kommunikation eine Rolle.

Aus diesem Grund wird inzwischen immer häufiger anstelle von Grafikdesign von Kommunikationsdesign gesprochen.

Nun geht es im Grafikdesign in erster Linie darum, eine Information ansprechend zu gestalten und gleichzeitig klar zu transportieren. Anders als in der Kunst, wo es neben dem Motiv oder der Aussage auch um die Kunst als solches geht, steht beim Grafikdesign weniger die eigentliche Gestaltung, sondern immer die Information im Vordergrund.

Trotzdem lassen sich die Kniffe der Designer und die Grundregeln des Grafikdesigns durchaus auch auf Skizzen, Zeichnungen und andere eigene Projekte übertragen.

Die wichtigsten Tipps und Tricks für Grafikdesign (1)

Hier daher die wichtigsten Tipps und Tricks rund ums Grafikdesign in der Übersicht: 

Der Goldene Schnitt

Hinter dem Goldenen Schnitt verbirgt sich ein mathematischer Begriff, der ein bestimmtes Teilungsverhältnis zwischen zwei Größen beschreibt.

Konkret liegt bei einer Strecke, einer Fläche oder einer anderen Größe dann ein Goldener Schnitt vor, wenn das Verhältnis der gesamten Größe zu ihrem größeren Teil und das Verhältnis zwischen ihrem größeren und ihrem kleineren Teil gleich sind.

Der größere Teil wird dabei auch als Maior und der kleinere Teil als Minor bezeichnet.

Mit Maior als a und Minor als b wird der Goldene Schnitt nach der Formel a : b = (a + b) : a berechnet.

Bereits in der Antike taucht der Goldene Schnitt in der Kunst und in der Architektur auf.

Daneben findet er im Buchdruck Verwendung und auch Bildschirme, Fernsehformate, die Fotografie und die DIN-Formate orientieren sich am Goldenen Schnitt. Im Grafikdesign wird der Goldene Schnitt eingesetzt, wenn es darum geht, Flächen harmonisch zu gestalten und einen ästhetischen Gesamteindruck zu erzeugen.

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Gezielter Einsatz von Schriften

Durch den gezielten Einsatz von Schriften ist es möglich, Eindrücke zu vermitteln, ohne dass die Wirkung tatsächlich bewusst wahrgenommen wird. Grundsätzlich werden Schriften in Schriften mit und ohne Serifen unterschieden.

Serifen sind kleine Häkchen an Buchstaben und solche Serifenschriften sind bereits auf antiken Steintafeln zu finden.

Schriften mit Serifen sollen die Lesbarkeit verbessern, allerdings herrscht keine Einigkeit darüber, ob Serifen dem Auge tatsächlich helfen oder ob es sich nicht nur um Gewohnheit handelt.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelten sich die serifenlosen Schriften, die moderner wirken sollen. Als Faustregel gilt, dass nicht mehr als drei unterschiedliche Schriften oder drei verschiedene Größen einer Schrift miteinander kombiniert werden sollten.

Andernfalls könnte das Auge verwirrt sein, das Dokument zu unruhig wirken und die Gestaltung zu sehr von der eigentlichen Information ablenken.  Eine besondere Form der Gestaltung von Schriften ist die Kalligraphie.

Hierbei werden Buchstaben und Schriftzüge aufwendig und künstlerisch gestaltet, als Werkzeuge kommen unter anderem der Pinsel, die Feder oder ein Kohlestift zum Einsatz.

Im Zeitalter des Computers hat die Kalligraphie allerdings deutlich an Bedeutung verloren. Trotzdem werden kunstvoll gestaltete Handschriften auch im modernen Grafikdesign gelegentlich noch eingesetzt, wenn ein ganz besonderer, beispielsweise ein sehr edler oder ein nostalgischer Eindruck erzielt werden soll.

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Piktogramme

Piktogramme sind kompakte, auf den Punkt gebrachte Bilder oder Symbole, die eine Information klar vermitteln, ohne dass weitere Erklärungen notwendig sind. So ist für jeden auf den ersten Blick ersichtlich, dass beispielsweise eine durchgestrichene Zigarette signalisiert, dass hier nicht geraucht werden darf.

Ein kleines i in einem Kästchen oder Kreis wiederum weist jeden unmissverständlich darauf hin, dass an dieser Stelle wichtige Informationen zur Verfügung stehen.

Vom Grundprinzip her ist das Entwerfen von Piktogrammen mit dem Erstellen von Logos vergleichbar. In beiden Fällen sind nur begrenzte Mittel vorhanden, um eine Information allgemein, sachlich, einprägsam und international verständlich darzustellen.

Im Unterschied zum Logo ist ein Piktogramm aber noch ein wenig reduzierter und das Dekorative spielt kaum eine Rolle.

Selbst kreierte oder bekannte Piktogramme werden im Grafikdesign eingesetzt, um eine Information zu vermitteln, auf einen Sachverhalt hinzuweisen oder um beispielsweise ein Werbeplakat zu strukturieren.

Die Wirkung von Farben

Jede Farbe wirkt anders und die Farbwirkung ist ein wichtiges Werkzeug im Grafikdesign, das es ermöglicht, gezielt bestimmte Eindrücke zu erzeugen und Aussagen zu vermitteln.

Dabei wird zwischen zwei Farbsystemen unterschieden, nämlich dem CMYK- und dem RGB-Farbsystem. Das CMYK-Farbsystem besteht aus den Farben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz.

Aus diesen Farben werden die jeweiligen Farbtöne gemischt, wobei zusätzlich auch mit Sonderfarben gearbeitet wird, um so einen immer gleichen Farbeindruck sicherstellen zu können.

Die Farben des CMYK-Farbsystems werden auch als Druckfarben bezeichnet. Das RGB-Farbsystem umfasst die Farben Rot, Grün und Blau.

Im Zusammenhang mit diesem Farbsystem wird auch von Bildschirmfarben gesprochen, denn die Farben sind nicht druckbar und können je nach Bildschirmeinstellung unterschiedlich ausfallen. Die Zusammenstellung der einzelnen Farben sorgt für eine bestimmte Wirkung.

So kann beispielsweise mithilfe von klaren Farben und starken Kontrasten Aufmerksamkeit erregt werden, während eine Ton-in-Ton-Farbgebung eher zurückhaltend und edel wirkt.   

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Technische Hilfsmittel

Im Zeitalter vom Computer ist es sicherlich ein Vorteil, wenn ein Grafikdesigner zeichnen, malen und illustrieren kann, zwingend erforderlich ist es allerdings nicht mehr. Was ein Grafikdesigner aber auf jeden Fall mitbringen muss, ist technisches Verständnis.

So sollte er mit der Digitalkamera ebenso umgehen können wie mit Grafik- und Gestaltungsprogrammen.

Insbesondere im Zusammenhang mit der Druckvorstufe ist es sehr wichtig, Fehlerquellen wie falsche Kodierungen oder Einstellungen beim Überdrucken zu kennen und folglich technische Fehler zu vermeiden.

Zudem muss ein Grafikdesigner den sicheren Umgang mit Stilvorlagen und dem Grundlinienraster beherrschen.

Gestaltgesetze: schnelle Ordnung fürs Auge

Gestaltgesetze sind psychologische Grundregeln, nach denen wir Bilder “automatisch” strukturieren. Für Layouts heißt das: Nähe gruppiert Inhalte, Ähnlichkeit schafft Zusammenhalt, Kontinuität führt Blicke, der Figur-Grund-Kontrast trennt Wesentliches vom Hintergrund.

Wer diese Prinzipien bewusst einsetzt, reduziert kognitive Last – und erhöht Verständnis und Merkfähigkeit.

Visuelle Hierarchie & Leseführung

Hierarchie entsteht durch Größe, Gewicht, Kontrast, Position und Weißraum. Eine klare H1/H2/H3-Struktur, konsistente Zeilenabstände sowie ausreichend Weißraum lenken das Auge.

Frage dich bei jedem Element: Was soll zuerst, zweit- und drittrangig wahrgenommen werden? Das Ergebnis wirkt ruhiger und verständlicher – auch bei komplexen Informationen.

Raster, Weißraum, Ausrichtung

Ein Gestaltungsraster (Spalten, Margen, Grundlinienraster) schafft Konsistenz über Seiten hinweg. Ausrichtung (links, zentriert, rechts) ist kein Geschmacksthema, sondern ein Ordnungsinstrument.

Weißraum ist kein “leerer Platz”, sondern aktives Gestaltungsmittel: Er trennt, betont, strukturiert – und gibt Inhalten Raum zum Atmen.

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Accessibility: gutes Design ist inklusiv

Lesbarkeit steht über Stil. Prüfe Kontrast (z. B. dunkles Grau auf Weiß reicht oft nicht), Mindestschriftgrößen, Zeilenlängen (45–80 Zeichen), echte Listenelemente, Alt-Texte für Bilder und ausreichende Touch-Zielgrößen.

Barrierefreie Gestaltung verbessert alle Nutzererlebnisse – und zahlt auf Reichweite, Qualitätssignale und Zitierfähigkeit ein. 

Digital & Responsiv: vom Pixel zur Komponente

Grafikdesign endet nicht bei 1200 px Breite. Plane Breakpoints und skalierbare Komponenten, nutze SVG für Icons/Logos (schärfer, kleiner, flexibel), liefere Favicons/Touch-Icons in mehreren Größen und denke an dunkle/helle UI-Modi.

Ein kleines Designsystem (Farben, Typo-Skalen, Abstände, Komponenten) verhindert Wildwuchs und sichert Konsistenz zwischen Kampagne, Website und App.

Bildsprache & Nutzungsrechte

Kläre früh: Stock, Eigenproduktion oder Illustration? Definiere Perspektiven, Licht, Farbwelt und People-Typen, damit Bildmaterial konsistent wirkt. Prüfe Lizenztyp, Dauer, Medien, Region – und dokumentiere Quellen.

Eine wiedererkennbare Bildsprache stärkt die Marke und reduziert Streuverluste.

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Farbmanagement in der Praxis

Zwischen Bildschirm und Druck entstehen Missverständnisse. Arbeite mit ICC-Profilen, Softproofs und verbindlichen Druck-Spezifikationen (CMYK-Profile, TIL, max. Farbauftrag).

Plane Sonderfarben bewusst (Pantone/Spot) für Logo-Kernelemente, wenn haargenau gleiche Wiedergabe nötig ist. Ein Andruck zahlt sich oft aus – günstiger als ein Fehldruck.

Datenvisualisierung: Wahrheit, klar erzählt

Diagramme sind Design + Verantwortung. Nutze eindeutige Achsen, sinnvolle Nullpunkte, ausreichend Beschriftung und wenige, gut unterscheidbare Formen. Farbe dient als Signal, nicht als Deko.

Erkläre Ausreißer in kurzen Captions. So vermeidest du Fehlinterpretationen und erhöhst Vertrauen.

Branding & Konsistenz: vom Styleguide zum System

Ein kompakter Brand-Styleguide definiert Logo-Schutzzonen, Farbpaletten (mit barrierefreien Alternativen), Typo-Skalen, Ikonografie, Fotostil und Tonalität.

Übersetze ihn in komponentenbasierte Libraries (z. B. Buttons, Karten, Hero-Module) – das beschleunigt Produktion, erleichtert Zusammenarbeit und stabilisiert die Markenwirkung über Kanäle hinweg.

Konsistenz ist ein starker Vertrauens- und Performance-Hebel (Stichwort: Markenstärke).

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Prozess & Handoff: sauber rein, sauber raus

Ein klarer Ablauf spart Zeit:

Briefing (Ziel, Zielgruppe, Kontext) → Research (Wettbewerb, Referenzen, technische Vorgaben) → Konzept & Layout → Prototyp/Preview → Feedback → Finalisierung.

Für die Übergabe: eindeutige Dateibenennung, Export-Profile (PDF/X-Standards, Bleed, Beschnittzeichen), Assets (SVG/PNG/WebP), Spezifikationen (Schriften, Farben, Abstände).

In digitalen Projekten gehören Variantenspezifikationen und Zustände (Hover/Active/Disabled) dazu.

Qualitätssicherung: testen, messen, iterieren

Vor Druck: Preflight (Schriften eingebettet? Bilder in Auflösung? Überdrucken korrekt?), Softproof, ggf. Proof.

Im Digitalen: Klick-Demos, kurze Nutzertests, Kontrast-Check.

Inhaltlich: schreibe eigenständige Absätze mit klaren Aussagen, damit KI-Systeme Textbausteine abrufen und zitieren können; nutze präzise Begriffe und verdeutliche Beziehungen zwischen Konzepten. Diese Struktur erhöht die Chance auf Aufnahme in AI-Antworten.

Mini-Checkliste

  • Gestaltgesetze • visuelle Hierarchie • Weißraum • Grundlinienraster
  • Mikro-/Makrotypografie • Zeilenlänge • Laufweite • Zeilenabstand
  • Accessibility • Kontrast • Alt-Texte • responsives Design • SVG
  • ICC-Profile • Softproof • Pantone/Sonderfarben • Preflight
  • Bildsprache • Nutzungsrechte • Styleguide • Designsystem
  • Datenvisualisierung • Diagramm-Integrität • Beschriftungen
  • Prozess • Handoff • Dateiformate (PDF/X, SVG, PNG, WebP)

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