Anleitung – Zeichnen von Mund und Lippen

Menschen und deren Gesichter sind ein beliebtes Motiv für Zeichnungen. Die Grundform des Kopfes sorgt dabei beim Zeichnen eher selten für Schwierigkeiten, denn es sind mehr die kleineren Details, die das Gesicht letztlich ausmachen.

So bereiten die Augen und die Nase hin und wieder Probleme, aber auch der Mund mit Lippen sieht nicht immer stimmig aus.

Beim Zeichnen von Mündern kommt jedoch noch erschwerend hinzu, dass nicht nur die eigentliche Form bei jedem Menschen anders aussieht, sondern dass der Mund auch Gefühlsregungen aufzeigt.

Je nachdem, wie beispielsweise die Mundwinkel dargestellt oder an welchen Stellen Schatten gezeichnet werden, wirkt das gesamte Gesicht freundlich, lachend, nachdenklich oder grimmig.

Hier nun eine grundlegende Anleitung sowie Tipps, um Münder richtig zu zeichnen:

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Wird ein Gesicht von vorne gezeichnet, helfen zwei Hilfslinien beim Zeichnen des Mundes. Die erste Hilfslinie führt senkrecht von der Nase bis zum Kinn, die zweite Hilfslinie verläuft waagerecht und legt die Linie zwischen der Ober- und der Unterlippe fest.

Die Oberlippe setzt sich aus zwei Flügeln zusammen, die in der Mitte aufeinandertreffen, die Unterlippe besteht aus nur einem Bogen. Sinnvoll ist, den Bleistift beim Zeichnen schräg zu halten, um auf diese Weise satte Striche aufzeichnen zu können. Vor allem der untere Bereich der Oberlippe liegt weiter im Hintergrund als der obere Bereich, so dass hier das Bild durch Schatten mehr Tiefe erhält.

Die Unterlippe ist in der Mitte am hellsten und wird an den Seiten zunehmend dunkler. Die dunkelsten Stellen und damit tiefsten Schatten befinden sich in den Mundwinkeln. Zum Abschluss wird auch der Bereich unter der Unterlippe mit leichten Schatten versehen.  

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Wird ein Gesicht in der Seitenansicht gezeichnet, wird zunächst ebenfalls eine Hilfslinie skizziert, die die Ober- von der Unterlippe trennt. Anschließend werden die Lippen gezeichnet, die jeweils aus einem Bogen bestehen, der mit wenigen Strichen angedeutet wird.

Die Oberlippe verläuft dabei an der Vorderkante leicht schräg nach unten, überlappt die Unterlippe und liegt im Schatten. Die Unterlippe, die leicht hinter die Oberlippe tritt, ist etwas breiter als die Oberlippe und wird heller gezeichnet.

Lediglich der vordere Rand, der vom Schatten der Oberlippe abgedeckt wird, wird dunkler getönt.

Hier einige Video-Anleitungen:

Kapitel 2:

Insgesamt zeigen die Schatten auf, von welcher Seite das Licht auf das Gesicht fällt. Wird die rechte Mundhälfte dunkler gezeichnet, kommt das Licht von links, ist die linke Mundseite dunkler, kommt das Licht von rechts. Generell ist wichtig, die Trennlinie zwischen der Ober- und der Unterlippe herauszuarbeiten.

Die Lippen selbst können zwar ebenfalls detailliert und mit Konturen bezeichnet werden, genauso ist aber auch möglich, sie nur durch schraffierte Flächen ohne Umrisslinien dazustellen.

Um in diesem Fall weichere und rundere Formen zu zeichnen, können die einzelnen Striche leicht miteinander verwischt werden, wobei anschließend mithilfe des Radiergummis Glanzpunkte gesetzt werden können.

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Thema: Anleitung zum Zeichnen von Mund und Lippen

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Redakteure

Thorsten Laumann, 42 Jahre, technischer Zeichner, Marie Koschinski, 34 Jahre, Grafikdesignerin, David Naue, 37 Jahre, Mediengestalter und privater Comic-Zeichner schreiben hier Wissenswertes, Tipps und Anleitungen zum Thema Zeichnen, Malerei, Kunst und Print.

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