Liste mit Zeichenspielen

Mal- und Zeichenspiele sind vor allem bei Kindern sehr beliebt. Dies liegt daran, dass diese Spiele, die alleine oder in der Gruppe gespielt werden können, mit wenigen Materialien und Hilfsmitteln auskommen. Damit können die Spiele ohne große Vorbereitungen gespielt und eigene Ideen und Weiterentwicklungen innerhalb kürzester Zeit umgesetzt werden.

Neben dem Spaß entstehen bei den Spielen außerdem kleine Kunstwerke, die wiederum zu neuen Bildern und Geschichten anregen. Damit sind Mal- und Zeichenspiele nicht nur ein schöner Zeitvertreib, sondern auch aus pädagogischer Sicht wertvoll, denn sie fördern die Kreativität, die Phantasie und die Feinmotorik.

Aber Mal- und Zeichenspiele eignen sich nicht nur für Kinder, sondern können auch als Zeichenübungen eingesetzt werden. Anstatt das Zeichnen also nur anhand von klassischen Übungen und Aufgaben zu trainieren, können Mal- und Zeichenspiele eine interessante und abwechslungsreiche Alternative sein.

In der folgenden Liste werden nun einige Zeichenspiele vorgestellt, die sich hervorragend auch als Alternative zu klassischen Zeichenübungen eignen, da sie unterschiedlichste Fähigkeiten trainieren:  

Auf dem Bauch zeichnen

Eine sehr schöne Zeichenübung besteht darin, ein Bild zu zeichnen, während der Zeichenblock auf dem Bauch positioniert ist.

Der Zeichner nimmt dabei automatisch eine ungewöhnliche Haltung ein und selbst einfachste Motive sehen ganz anders aus, als wenn sie in normaler Zeichenhaltung gezeichnet werden.  

Doppelbilder zeichnen

Die wenigsten Menschen können mit beiden Händen gleichermaßen gut schreiben, zeichnen und malen. Genau hier liegt der Reiz an diesem Zeichenspiel. Der Zeichner arbeitet dabei mit zwei Blättern Papier und zwei Stiften. Gezeichnet wird nun das gleiche Bild gleichzeitig mit beiden Händen.

Es ist sehr interessant, wie unterschiedlich die beiden Zeichnungen aussehen werden. Oft fällt dabei aber auch die Zeichnung, die ein Rechtshänder mit rechts oder ein Linkshänder mit links malt, anders aus als sonst.  

Spiegelbildlich zeichnen

Eine Übung, die vor allem das Erfassen von Motiven trainiert, ist das spiegelbildliche Zeichnen. Dazu wird ein Spiegel so aufgestellt, dass das Zeichenpapier darin zu sehen ist. Der Zeichner fertigt nun eine Skizze oder Zeichnung an, schaut dabei aber nicht auf das Papier, sondern ausschließlich in den Spiegel.  

Mit dem Papier zeichnen

Normalerweise wird beim Zeichnen oder Skizzieren der Stift über das Papier geführt. Diese Zeichenübung erfolgt exakt in gegenteiliger Form. Das bedeutet, zunächst wird ein Stift an beispielsweise der Tischkante oder einer Staffelei befestigt.

Wichtig dabei ist aber, dass der Stift genug Überstand hat und rundherum ausreichend Platz ist. Um die Zeichnung anzufertigen, bewegt der Zeichner nun das Papier über und um den Stift herum.  

Gemeinsam zeichnen

Bei dieser Zeichenübung fertigen zwei Personen gemeinsam eine Zeichnung an. Dabei wird ein Thema vorgegeben, die beiden Zeichner dürfen sich aber nicht unterhalten. Nun beginnt der erste Zeichner und arbeitet beispielsweise fünf Minuten lang an der Zeichnung.

Anschließend ist der zweite Zeichner an der Reihe, der ebenfalls fünf Minuten lang an der Zeichnung arbeitet. Dies wird dann solange wiederholt, bis beide Zeichner der Meinung sind, das Bild sei fertig. Da jeder Zeichner seine eigenen Gedanken einbringt und gleichzeitig die Gedanken des anderen interpretiert und fortführt, entstehen interessante Zeichnungen, die teils ganz anders ausfallen, als ursprünglich gedacht. 

In Phasen malen

Nach einem ähnlichen Prinzip wie das gemeinsame Zeichnen funktioniert auch das Zeichnen in Phasen. Der Unterschied liegt allerdings darin, dass der jeweilige Zeichner nicht weiß, was sein Vorgänger gezeichnet hat.

Ein Zeichner fängt mit der Zeichnung nach einem vorgegebenen Thema an. Geht es beispielsweise um eine Person, würde er den Kopf und den Hals malen. Anschließend faltet er das Blatt soweit nach hinten um, dass nur noch der unterste Teil der Halslinien zu sehen ist. Der nächste Zeichner führt das Motiv nun weiter, indem er die Schulterpartie und den Rumpf malt.

Dann wird das Blatt wieder umgeknickt und weitergegeben. Wenn die Oberschenkel, die Unterschenkel und die Füße fertig sind, wird das Gesamtbild betrachtet. Diese Zeichenübung kann aber auch alleine durchgeführt werden. Dazu knickt der Zeichner das Blatt ebenfalls um und legt es weg. Nach einiger Zeit führt er das Motiv dann weiter. 

Nach Gefühl zeichnen

Bei dieser Zeichenübung sitzen zwei Zeichner hintereinander. Der hintere Zeichner zeichnet ein Motiv mit seinem Finger auf den Rücken seines Vordermannes. Dieser wiederum überträgt die Linien, die er auf seinem Rücken spürt, mit dem Stift auf Papier. Dabei muss der Hintermann allerdings keine durchgehenden Linien zeichnen, sondern kann auch an unterschiedlichen Punkten auf dem Rücken ansetzen, um so den Schwierigkeitsgrad etwas zu erhöhen.

Weiterführende Anleitungen, Vorlagen und Tipps zum Zeichnen:

Bestimmen von Grössen und Abständen
Tipps Licht und Schatten
Tipps und Übungen zu Schraffuren
Blickwinkel beim Zeichnen
Zeichenwerkzeuge beim technischen Zeichnen
Landschaftszeichnungen Tiefe verleihen

Thema: Liste mit einigen Zeichenspielen, auch als Alternative zu Zeichenübungen  

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