Tipps für ungewöhnliche Formate

In den meisten Fällen wird auf Papier in den Formaten DIN A4 oder DIN A3 gezeichnet. Dies ist zweifelsohne auch sehr bequem und macht es zudem aufgrund der Normierung recht einfach, die richtigen Proportionen zu finden und die Zeichnung entsprechend stimmig auf dem Blatt zu verteilen.

Deutlich interessanter werden Zeichnungen allerdings, wenn auch mal mit anderen Formaten gearbeitet wird, denn selbst wenn sich das eigentliche Bildmotiv nicht ändert, wirkt das Bild allein aufgrund des Papierformates völlig anders.

Hier einige Tipps für ungewöhnliche Formate in der Übersicht:

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Wird beispielsweise ein Auto auf einem DIN A4-Blatt gezeichnet, so sieht das Bild sicher richtig und vollständig aus. Was jedoch fehlt, ist letztlich die Geschichte, die das Bild erzählt und an dieser Stelle kommen dann die unterschiedlichen Formate ins Spiel.

Würde man das Auto auf einem Papier im Breitformat zeichnen, indem man das DIN A4-Blatt waagerecht in der Mitte teilt, erhält das gleiche Bildmotiv eine völlig andere Aussagekraft.

Setzt man das Auto nun nicht in die Blattmitte, sondern an den rechten oder linken Seitenrand, deutet das Bild an, in welche Richtung das Auto fährt oder ob die Autofahrt gerade begonnen hat oder in Kürze enden wird. Ein weiteres Bildelement, etwa ein Wald, ein Haus oder eine Person, können das Ziel darstellen.

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Noch interessanter wird das Bild, wenn im Hochformat und aus einer anderen Perspektive als der Seitenansicht gezeichnet wird.

Die Frontansicht ist dabei eine mögliche Abwechslung, allerdings nimmt auch hier die Symmetrie viel von der Bildwirkung. Dem kann etwas entgegengewirkt werden, indem das Auto in Hochformat auf einem Papier in Querformat gezeichnet wird. Möglichst ist jedoch auch, das Auto beispielsweise schräg von unten nach oben zu zeichnen oder die Proportionen zu betonen, indem ein kleines Detail, etwa eine Parkuhr oder ein Hydrant, vordergründig vor das Auto gesetzt wird.

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Bei Papieren in quadratischer Form sollte das Bildmotiv generell außerhalb der Mitte gezeichnet werden, denn ansonsten treffen alle Achsen und Linien des Motivs und des Papiers an einem Punkt aufeinander. Möglich ist daneben auch, das Auto bewusst schief auf dem Bild anzuordnen und so die Symmetrien lebendiger zu gestalten.

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Eine Alternative zu Papieren in ungewöhnlichen Formaten ist, das eigentliche Bild zwar auf einem normierten Papier zu zeichnen, es aber mit einem Rahmen zu begrenzen.

Dabei kann der Rahmen recht dick gezeichnet werden, um feine Linien und Konturen zu betonen, oder sehr dünn und filigran, um ein eher grobes Bildmotiv einzugrenzen. Daneben muss der Rahmen nicht zwangsläufig durchgängig gezeichnet werden, kleinere Unterbrechungen oder Stellen, an denen das Bildmotiv sprichwörtlich aus dem Rahmen fällt, lassen das Bild noch plastischer wirken.

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