Anleitung: Spinnennetze zeichnen

Anleitung: Spinnennetze zeichnen

Spinnennetze können in viele Zeichnungen integriert werden. Denn ihre Form schafft eine schöne Basis für verschiedenste Motive und Muster.

Und wie der Zeichner Spinnennetze zeichnen kann, erklärt diese Anleitung!

Fäden, die das Grundgerüst bilden, und klebrige Querfäden als Verbindungen dazwischen: Im Prinzip ist ein Spinnennetz recht einfach aufgebaut. Doch gerade dieser einfache Aufbau sorgt für die typische Optik. In einer Zeichnung kann ein Spinnennetz auf vielfältige Art eingefügt werden.

So kann das Spinnennetz tatsächlich als Spinnennetz auftauchen und dabei entweder das Hauptmotiv sein oder Motive wie Landschaften oder Gebäude aufpeppen. Daneben kann der Zeichner auch nur die Struktur des Spinnennetzes nutzen und auf dieser Basis beispielsweise Muster kreieren. Außerdem eignen sich Spinnennetze hervorragend für Zeichenübungen.

Denn der Zeichner trainiert einerseits, gerade und gebogene Linien zu ziehen. Andererseits kann er ausprobieren, wie sich das Netzgewebe verändert, wenn er nur ein paar Striche anders zeichnet.

Bleibt aber die Frage, wie Spinnennetze denn eigentlich gezeichnet werden. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten. Drei Varianten stellen wir in den folgenden Anleitungen vor. Dabei kann der Zeichner sehr exakt arbeiten und für die geraden Linien ein Lineal verwenden. Authentischer wirkt ein Spinnennetz aber, wenn der Zeichner frei Hand zeichnet und kleine Unregelmäßigkeiten einbaut.

 

Klassische Spinnennetze zeichnen

Die klassische Methode, um ein Spinnennetz zu zeichnen, geht so:

  • Den Anfang macht ein großes, einfaches Kreuz. Dafür werden eine senkrechte und eine waagerechte Linie gezeichnet, die sich in der Mitte kreuzen.
  • Als nächstes werden zwei diagonale Linien in das Kreuz eingezeichnet. Diese beiden Linien kreuzen sich ebenfalls in der Mitte und laufen beide durch den Mittelpunkt. Im Prinzip wird also ein zweites Kreuz gezeichnet, das um 45 Grad gedreht ist. Mit dem zweiten Kreuz ist das Grundgerüst vom Spinnennetz auch schon fertig.
  • Nun braucht das Spinnennetz noch seine Spinnfäden. Dazu werden leicht gebogene Linien gezeichnet, die die Linien vom Grundgerüst miteinander verbinden. Am einfachsten klappt das, wenn sich der Zeichner für einen Abschnitt entscheidet. In diesen Abschnitt zeichnet er leicht geschwungene Linien ein. Wie viele Querfäden gesponnen werden, bleibt dem Geschmack des Zeichners überlassen.
  • Ist ein Abschnitt ausgefüllt, kann der Zeichner zum nächsten Abschnitt übergehen. Hier zeichnet er wieder gebogene Linien ein. Dabei setzt er seinen Stift dort an, wo der Querfaden des ersten Abschnitts aufhört, und zieht eine leicht gebogene Linie bis zur nächsten Linie vom Grundgerüst.
  • So arbeitet sich der Zeichner vor, bis er alle Abschnitte mit Spinnfäden gefüllt hat.

Damit ist das Spinnennetz fertig! Und damit die Anleitung anschaulicher wird, hier das Ganze noch einmal als Grafik:

[Spinnennetz 1]

Natürlich muss der Zeichner die Abschnitte nicht nacheinander ausfüllen. Genauso kann er mit einem Querfaden beginnen und diesen einmal reihum durch das Grundgerüst ziehen. Geht der Zeichner abschnittweise vor, ist es aber einfacher, ein gleichmäßiges Fadengewebe zu zeichnen. Andererseits kann gerade ein unregelmäßiges Gewebe toll aussehen und das Spinnennetz noch realistischer aussehen lassen.

Spinnennetze in Ecken zeichnen

Vielleicht möchte der Zeichner kein ganzes Spinnennetz in seine Zeichnung einfügen, sondern nur einen Teil des Netzes in einer Ecke platzieren. Die Vorgehensweise beim Zeichnen ist in diesem Fall ähnlich wie beim ganzen Spinnennetz. Nur basiert das Grundgerüst nicht auf einem Kreuz. Gezeichnet wird so:

  • Der Zeichner zieht eine waagerechte und eine senkrechte Linie. Die beiden Linien sind gleichlang und treffen im rechten Winkel aufeinander. Damit bilden die Linien die Ecke, in der das Spinnennetz hängt.
  • Als nächstes werden diagonale Linien eingezeichnet, die die Streben des Grundgerüstes ergeben. Die Linien beginnen am Kreuzungspunkt der beiden geraden Linien und verlaufen schräg nach innen. Wie viele Streben eingezeichnet werden, hängt davon ab, wie filigran das Spinnennetz werden soll. Für ein einfaches Spinnennetz reichen zwei diagonale Streben aber schon aus.
  • In das Grundgerüst werden nun die Querfäden eingezeichnet. Hierfür zieht der Zeichner leicht gebogene Linien zwischen den Streben des Grundgerüstes. Ratsam dabei ist, mit einem Abschnitt in der Mitte zu beginnen. Dadurch werden die Querfäden zu den Seiten hin gleichmäßiger.
  • Sind die Spinnfäden in den ersten Abschnitt eingezeichnet, geht es mit dem nächsten Abschnitt weiter. Hier werden die geschwungenen Linien für die Querfäden dort angesetzt, wo sie im Abschnitt zuvor aufgehört haben, und bis zum nächsten Abschnitt fortgesetzt.

Haben alle Abschnitte Spinnfäden bekommen, ist das Spinnennetz fertig.

Auch dazu eine Grafik: [Spinnennetz 2]

Kreative Spinnennetze zeichnen

Mag es der Zeichner etwas ausgefallener, kann er sein Spinnennetz auch in einem comicartigen Stil zeichnen. Die Basis für dieses Spinnennetz bildet eine simple Spirale. Der Zeichner zeichnet also eine lange Linie, die sich schneckförmig über sein Papier zieht.

Dabei darf die Spirale ruhig unregelmäßig sein. Die Runden dürfen also gerne mal runder und mal eckiger wirken und auch die Abstände zwischen den Runden können verschieden sein. Wie viele Runden der Zeichner malt, bleibt seinem Geschmack überlassen.

[Spinnennetz 3]

Ist die Spirale fertig, fügt der Zeichner die Spinnfäden hinzu. Dafür zieht er einfach vom Mittelpunkt der Spirale aus Linien, die wie Sonnenstrahlen nach außen verlaufen. Wenn der Zeichner möchte, kann er noch ein paar feine Striche zwischen die Linien setzen. So erhält das Spinnennetz noch etwas mehr Struktur. Fertig!

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