Anleitung zum Zeichnen – Hände

Hände zu zeichnen wird in vielen Fällen als recht schwierig empfunden, was vermutlich daran liegt, dass Hände zu den Körperteilen gehören, die einen Menschen charakterisieren und die man ständig sieht.

Dadurch fallen Fehler und Unstimmigkeiten in einer Zeichnung nämlich sehr schnell auf, häufig ist es aber nicht sofort ersichtlich, wo der eigentliche Fehler liegt.

Das Wichtigste beim Zeichnen von Händen sind die Proportionen, also die unterschiedlichen Längen und Größen der Elemente einer Hand sowie deren unterschiedliche Anordnungen.

•       

Eine menschliche Hand besteht aus der Handfläche und fünf verschieden langen Fingern. Die beiden kürzesten Finder sind der kleine Finger und der Daumen, Ring- und Zeigefinger sind nahezu gleichlang und der Mittelfinger ist der längste Finger.

Dabei sind die Finger leicht versetzt angeordnet, liegen also nicht auf einer geraden Linie, sondern vielmehr auf einem angedeuteten Bogen. Der Daumen ist tiefer und seitlich verwurzelt, fast wie eine Art Verlängerung, die vom Handgelenk ausgeht.

•       

Die Handfläche ist mit einem Teller oder einer Schale vergleichbar, wobei der Handrücken leicht nach außen und die Handinnenfläche leicht nach innen gewölbt sind. Auf dem Handrücken sind die Fingerknöchel und -knochen sowie teils auch Adern sichtbar, die insbesondere bei männlichen Händen stärker betont werden können.

Die Handinnenfläche kennzeichnet sich durch drei größere Erhebungen, nämlich dem Bereich, in dem sich die Fingerwurzeln befinden, einem Muskel an der Handkante sowie einem Muskel unterhalb des Daumens.

•       

Um zu üben, eine Hand zu zeichnen, ist es hilfreich, die Hand in die verschiedenen Elemente zu unterteilen und diese Elemente jeweils als Ellipsen darzustellen. Die Handfläche bildet dabei eine breite nahezu kreisrunde Ellipse, die oben mit einem Bogen abschließt, auf dem die vier Finger in ihrer jeweiligen Länge angeordnet werden.

Durch eine gedachte Linie oberhalb der Finger, die der oberen Rundung der Handflächenellipse entspricht, können die richtige Anordnung und das Längenverhältnis der Finger überprüft werden. Der Daumen wird seitlich angesetzt, wobei die Ellipse mit der unteren Linie der Handfläche abschließt und die Ellipse der Handfläche seitlich zu etwa einem Drittel überschneidet.

•       

Eine recht einfache Möglichkeit, um eine Hand plastisch und so zu zeichnen, als würde sie sich aus dem Bild erheben, besteht darin, ein Blatt in gleichmäßig große Rechtecke einzuteilen. Anschließend wird die Hand auf dem Blatt positioniert und die Konturen mit einem Bleistift nachgefahren.

An den Stellen, an denen die Umrisslinien der Hand auf die geraden Linien der Rechtecke treffen, werden die geraden Linien durch die entsprechenden Rundungen ersetzt. Verstärkt wird der dreidimensionale Effekt, wenn jedes zweite Kästchen durch Schraffuren dunkel abgesetzt wird.

Video-Anleitung zum Hände zeichnen für Mangas:

Mehr Tipps, Anleitungen und Vorlagen:

Liste mit Zeichenspielen
Anleitung zum Zeichnen von 3D-Objekten
Anleitung zum Zeichnen von einem Bär
Arbeitsgeraete für graphische Zeichnungen
Berufsportrait Trickfilmzeichner
Grundtechniken beim Tuschezeichnen

Thema: Anleitung und Tipps zum Zeichnen von Händen

Teilen:

Kommentar verfassen