Zeichnen mit Bleistift

Zu den wichtigsten Utensilien bei Skizzen und Zeichnungen gehört der Bleistift. Dieser bietet gerade Anfängern auch einige Vorteile, denn die Handhabung ist recht einfach, weniger gelungene Linien können mithilfe des Radiergummis wieder entfernt werden und auch die Anschaffungskosten fallen kaum ins Gewicht.

Allerdings erfordert auch das Zeichnen mit Bleistift etwas Übung.

Hier dazu einige grundlegende Infos:

•        Die meisten Zeichnungen und Skizzen mit Bleistift werden als Handzeichnungen erstellt.

 Handzeichnungen sind Zeichnungen, die ohne Hilfsmittel wie beispielsweise Zirkel oder Lineal erstellt werden und somit das Gegenstück zu technischen Zeichnungen bilden. Dafür sind die Grenzen zwischen Skizzen und Zeichnungen meist fließend, wobei eine Unterscheidungsmöglichkeit vielleicht darin besteht, dass Skizzen schneller gearbeitet und weniger auf die Maltechnik als solches konzentriert sind.

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Das wichtigste Element bei Bleistiftzeichnungen sind Linien, durch die die Umrisse eines Gegenstandes gemalt und Schatten erzeugt werden. Dabei stellt eine gerade Linie in der Handzeichnung die größte Herausforderung dar und erfordert die meiste Übung. Allerdings sollte der Künstler eine gerade Linie auch mehrfach in gleicher Form zeichnen können. Zum Üben hält man daher den Bleistift zwischen Daumen, Mittel- und Zeigefinger und zeichnet gerade Linien, indem der Arm aus der Schulter heraus bewegt wird. Die Hand und der Unterarm sollten dabei möglichst ruhig gehalten und der Bleistift zunächst mit gleichmäßigem Druck und in gleichbleibender Geschwindigkeit über das Papier bewegt werden.

Im nächsten Schritt werden dann die Geschwindigkeit oder der Druck verändert, so dass feinere oder dickere sowie hellere und dunklere Linien entstehen. Als Tipp hierbei gilt, dass die Hand oder der Ellebogen nirgends abgestützt werden sollten, denn durch das Abstützen erhalten Linien immer eine leichte Rundung oder wirken stufig.

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Je nachdem, wie das Ergebnis später aussehen soll, müssen die einzelnen Striche und Linien gemalt werden. Sollen die einzelnen Linien später möglichst nicht mehr zu erkennen sein, werden sehr kleine Striche gezeichnet, bei großen Strichen bleiben die einzelnen Striche oder zumindest die Strichrichtung auch später noch sichtbar. Daneben besteht die Möglichkeit, die einzelnen Striche mit dem Finger oder einem Tuch zu verwischen, allerdings werden die Flächen dadurch unscharf und können verschwommen wirken.

 Strichtechnik und Schatten      

Um Schatten zu zeichnen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Die einfachste Variante ist eine Strichtechnik, bei der die Striche parallel oder senkrecht zum Verlauf des Schattens gezeichnet werden. Eine andere Möglichkeit sind Schraffuren, bei denen die Striche kreuzförmig gezeichnet werden, entweder recht ordentlich und gleichmäßig oder mit schnellen, unregelmäßigen Strichen.

Je mehr Striche dabei gezeichnet werden, desto dunkler wird der Schatten. Um einen Schatten zu zeichnen, der einem Körper folgt, bietet es sich an, die Linien der Krümmung des Körpers anzupassen, das bedeutet, die Linien so zu zeichnen, wie auch die Umrisslinien des Gegenstandes verlaufen.

Tolles Video über das Speed-Zeichnen eines super Künstlers:

 

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Thema: Anleitung und Grundregeln zum Zeichnen mit Bleistift

 

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