Was ist ein Grafiktablett und Kaufkriterien?

Einige Tätigkeiten wie beispielsweise das Malen und Zeichnen am Computer in bestimmten Formen sind durch Grafiktabletts überhaupt erst möglich worden.

Daher sind Grafiktabletts zu wertvollen und wichtigen Hilfsmitteln geworden, wenn es beispielsweise um die digitale Bildbearbeitung, das digitale Malen, die Videobearbeitung oder auch das Design in seinen vielen Facetten geht.

Daneben werden Grafiktabletts bei Präsentationen und selbst beim E-Learning zunehmend beliebter, denn Anmerkungen, Notizen oder erklärende Zeichnungen können so schnell und einfach hinzugefügt werden. Aber auch im privaten Bereich erfreuen sich Grafiktabletts, besonders unter Hobby-Zeichnern, mittlerweile recht großer Beliebtheit.

Aber was ist eigentlich ein Grafiktablett genau,
welche Vorteile bietet es und worauf gilt es beim Kauf zu achten?
 

Was ist ein Grafiktablett?

Bei einem Grafiktablett, das auch unter den Bezeichnungen Digitalisiertablett, Digitizer oder Pen Tablet angeboten wird, handelt es sich um ein Eingabegerät, durch das grafische Benutzeroberflächen gesteuert werden können. Dabei wird meist mit einem speziellen Stift gearbeitet, der wie ein herkömmlicher Stift auf dem Grafiktablett bewegt wird.

Der Stift sendet Impulse aus und diese Informationen werden erst an das Grafiktablett und von dort aus an den Rechner weitergeleitet. Die Versorgung des Stifts erfolgt entweder durch eine Batterie, die in den Stift integriert ist, oder durch Induktion aus dem Tablett.

Bei Stiften mit integrierter Batterie wird von aktiven Stiften gesprochen, durch Induktion versorgte Stifte sind passive Stifte. Je nach Hersteller sind unterschiedliche Stiftspitzen für verschiedene Anwendungen erhältlich. Statt eines Stiftes kann aber auch ein sogenannter Puck verwendet werden, der vergleichbar mit der Computermaus über das Grafiktablett geführt wird.

Einige Grafiktabletts der neuen Generation sind zudem mit einem resisitven Touchscreen ausgestattet. Hierbei handelt es sich um eine druckempfindliche Bildschirmoberfläche, die durch Berührung mit der Hand und anderen Objekten bedient werden kann.  

Welche Vorteile und Nachteile hat ein Grafiktablett?

Die Maus ist zweifelsohne ein praktisches und bewährtes Eingabegerät, hat verglichen mit einem Grafiktablett aber klare Minuspunkte. Sollen Zeichnungen, Skizzen oder Grafiken angefertigt werden, lassen sich die verwendeten Zeichenwerkzeuge mit einem Grafiktablett wesentlich präziser steuern als mit der Maus. Dies liegt daran, dass mit dem Stift auf dem Grafiktablett praktisch genauso gezeichnet werden kann wie mit einem herkömmlichen Stift auf einem Blatt Papier.

Daher ist es auf einem Grafiktablett möglich, auch kleinere Bilddetails zu zeichnen und zu malen, während mit der Maus Formen nur angedeutet werden können. Zudem reicht die Signalstärke des Stiftes aus, um Papier zu durchdringen.

Dies ermöglicht, eine Zeichnung, die auf Papier vorhanden ist, durch einfaches Nachfahren der Linien auf den Computerbildschirm zu übertragen. Gleichzeitig können sowohl die Linienbreite als auch die Deckkraft variiert werden. Rein auf das Gerät bezogen kommt hinzu, dass ein Grafiktablett deutlich weniger schmutzanfällig ist als eine Maus. Allerdings hat natürlich auch ein Grafiktablett seine Schwachstellen. So entstehen vor allem an den Stellen, die häufig berührt werden, im Laufe der Zeit Kratzer.

Diese bewirken zum einen, dass sich der Eingabestift schneller abnutzt, und zum anderen reduzieren sie die Druckempfindlichkeit. Außerdem ist der aktive Bereich bei den meisten Modellen um einiges kleiner als das gesamte Tablett.

Dies führt dazu, dass Grafiktabletts mit großem aktiven Bereich entsprechend viel Platz auf dem Schreibtisch einnehmen. Vor allem bei Bildschirmen mit hoher Auflösung ist ein zu kleines Tablett aber nicht empfehlenswert, denn das genaue Positionieren kann schnell zu einer Überanstrengung und Ermüdung der Augen führen. 

Was sind die wichtigsten Kaufkriterien bei einem Grafiktablett?  

Welches Grafiktablett es werden soll, ist natürlich in erster Linie eine Frage des persönlichen Geschmacks und auch des Budgets.

Allerdings gibt es drei wesentliche Punkte, die bei der Entscheidung berücksichtigt werden sollten:

1.       Die Größe.

Grafiktabletts gibt es in verschiedenen Größen, die gängigsten Formate bewegen sich zwischen DIN A6 und DIN A3. Kommt das Grafiktablett nur gelegentlich zum Einsatz, um eine Skizze, eine Zeichnung oder auch eine Unterschrift zu erstellen, sollte ein Grafiktablett in der Größe DIN A6 oder DIN A5 völlig ausreichen.

Wer hingegen regelmäßig zeichnet oder von Berufs wegen digital malt, sollte sich besser für ein Gerät im Format DIN A4 oder DIN A3 entscheiden.

2.       Die Auflösung.

Die Auflösung wird auch als Koordinatenauflösung bezeichnet und entweder in dpi oder in lpi angegeben. Das Kürzel dpi steht für dots per inch, das Kürzel lpi für lines per inch. Je höher die Auflösung ist, desto feiner ist das Raster und desto enger liegen die Druckpunkte nebeneinander.

Dies wiederum wirkt sich darauf aus, wie genau das Eingabegerät arbeitet, und beeinflusst damit dann letztlich auch die Bildqualität. 

Der Stift.

Ein sehr wichtiges Kaufkriterium ist aber auch der Eingabestift. Ideal ist ein Stift, der ohne Kabel auskommt und induktiv versorgt wird. Ein Kabel kann nämlich recht unpraktisch sein, während Batterien den Stift unnötig schwer machen.

Ebenfalls wichtig ist die Druckempfindlichkeit. Ähnlich wie bei einem herkömmlichen Bleistift entscheidet der Druck beim Zeichnen darüber, wie hell oder dunkel und wie dick oder dünn die Linien sind. Einfache Stifte können 256 verschiedene Druckstufen umsetzen, bei hochwertigen Stiften hingegen sind 1024 Druckstufen möglich. Hilfreich ist es außerdem, wenn der Stift mit einem Radierer ausgestattet ist. Dieser befindet sich wie bei einem normalen Bleistift am hinteren Ende und lässt falsche Linien schnell und einfach verschwinden.

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Thema: Was ist ein Grafiktablett und was
sind die wichtigsten Kaufkriterien?

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