Tipps zum Zeichnen von Landschaften

Landschaften gehören zu den sehr beliebten Motiven für Bilder und Zeichnungen und vermutlich hat jeder schon ein Landschaftsbild gezeichnet, denn die meist sehr einfachen, typischen Kinderbilder, die eine Wiese, ein Haus, einen Baum und die Sonne zeigen, sind letztlich auch schon Landschaftsbilder.

Klassischerweise bezeichnet eine Landschaftszeichnung nämlich eine Zeichnung, die einen Ausschnitt aus der Umgebung darstellt, unabhängig davon, ob es sich um die Abbildung der Natur oder die Zeichnung einer von Menschenhand erbauten Umgebung handelt.

Zu den üblichen Motiven für Landschaftszeichnungen gehören Naturlandschaften, Wälder und Felder, Gebirgszüge, Städte, Parkanlagen, Meer und Strand oder auch Gebäude und Fabrikgelände. Auf den ersten Blick scheinen Landschaftsbilder recht einfach zu zeichnen zu sein, denn sie erlauben mehr Kreativität und künstlerische Freiheit als beispielsweise ein Portrait. Dennoch gibt es einige Punkte, die beim Zeichnen einer Landschaft von Bedeutung sind.

Hier daher einige Tipps und die wichtigsten Punkte beim Zeichnen von Landschaftsbildern:

•        Der Bildausschnitt.

Grundsätzlich bleibt es natürlich jedem selbst überlassen, welchen Ausschnitt der Landschaft er zeichnen möchte. Wichtig bei der Komposition ist aber, darauf zu achten, dass sich unterschiedliche Strukturen in dem Bild finden, weil dem Auge sonst die Blickpunkte fehlen.

Insofern sollten die einzelnen Bildmotive verschieden strukturiert und mit unterschiedlichen Linienführungen gezeichnet sein. Während ein Feld oder eine Wiese beispielsweise mit senkrechten Bleistiftstrichen gezeichnet wird, kann der Himmel mit waagerechten Linien gestaltet werden und ein Baum oder ein Berg, der eine gänzlich andere Form hat, dient dem Auge als interessanter Blickfang.

•        Der Horizont.

Je nachdem, an welcher Stelle der Horizont positioniert wird, ist mehr vom Himmel oder mehr vom Boden zu sehen, zudem entscheidet der Horizont darüber, ob die einzelnen Bildobjekte weiter im Vordergrund oder weiter entfernt liegen.

Das bedeutet, die Horizontlinie teilt die Zeichnung nicht nur in zwei Hälften, sondern bestimmt auch über die Tiefe. Allerdings gibt es keine allgemeingültige Regel, an welcher Stelle der Horizont eingezeichnet werden sollte, hier heißt es vielmehr Ausprobieren.

•        Die Darstellung.

Die besondere Schwierigkeit beim Zeichnen von Landschaften liegt darin, dass die einzelnen Bildteile zwar erkennbar sein sollen, aber nicht in allen Einzelheiten, sondern nur auf das Wesentliche beschränkt abgebildet werden.

Das bedeutet, die Blätter eines Baumes, die einzelnen Bäume eines Waldes oder die Fenster von Häusern werden nur angedeutet, müssen aber trotzdem als solche erkennbar sein. 

•        Die Wirkung.

Während die Farben bei einem bunten Bild maßgeblich daran beteiligt sind, wie das Bild auf den Betrachter wirkt, kommt diese Rolle bei einer Landschaftszeichnung der Jahreszeit, dem Wetter und der Tageszeit zu. Bilder, die den Frühling oder den Sommer zeigen und von schönem Wetter mit Sonnenschein geprägt sind, wirken fröhlich.

Kahle Bäume an einem verregneten Herbsttag hingegen drücken eine eher triste, traurige Stimmung aus und Winterbilder mit geschlossener Schneedecke rufen beim Betrachter meist ein Gefühl von Ruhe und Frieden hervor.

Der Vorteil dieser unterschiedlichen Wirkungen liegt aber darin, dass ein Bild mit identischen Inhalten durch einfache Veränderungen völlig anders wirkt und auf diese Weise recht einfach Bilderserien gezeichnet werden können, beispielsweise die gleiche Landschaft bei Sonnenaufgang, mittags, bei Sonnenuntergang und bei Nacht.

Tolle Video-Dokumentation zum Zeichnen einer Wald-Landschaft:

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