Anleitung – selbstgemachte Kreide zum Zeichnen

Üblicherweise werden Skizzen und Zeichnungen vor allem mit einem Bleistift, mit Buntstiften oder auch mit Tusche angefertigt. Als Alternative dazu können Zeichnungen aber auch mithilfe von Kreide gezeichnet werden.

Mal- oder Pastellkreiden gibt es im Handel als Kreidestücke, die wie Tafel- oder Straßenmalkreide aussehen, und in Form von Kreidestiften.

Daneben ist es jedoch auch recht einfach möglich, Kreide zum Zeichnen selbst herzustellen und auf diese Weise zeitgleich individuelle Farbtöne zu kreieren.

Hier also die Anleitung für selbstgemachte Kreide zum Zeichnen sowie ein Veredelungstipp, um Kreide noch leuchtintensiver zu machen:

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Selbstgemachte Zeichenkreide besteht aus Gipspulver sowie Farbpigmenten. Das Gipspulver kann im Verhältnis 1:1 mit Kreidepulver vermischt werden. Als Farbpigmente eignen sich sowohl Farbpulver als auch fertige Farbe, beispielsweise in Form von Finger- oder Plakatfarbe.

Daneben werden ein Gefäß zum Anrühren, ein Holzlöffel und Wasser benötigt.

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Zunächst wird das Gipspulver mit den Farbpigmenten vermengt. Anschließend wird Wasser hinzugefügt und solange weitergerührt, bis ein dickflüssiger Brei entsteht.

Als grobe Richtlinie gilt, dass für zwei Tassen Gipspulver etwa fünf Tassen Wasser benötigt werden, wobei die Wassermenge etwas geringer ausfällt, wenn flüssige Farbe eingerührt wird.

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Der Farbbrei wird nun in eine Form gegossen. Damit die Kreide später handlich und gut zu verarbeiten ist, bietet es sich an, etwas Backpapier auf dickes Papier oder Karton zu legen und diese beiden Schichten zu einer dünnen Rolle zu formen.

Eine Seite der Rolle wird daraufhin mit Alufolie und Klebestreifen fest verschlossen, so dass die Rolle aufgestellt werden kann, ohne dass die Farbmasse unten wieder herausläuft.

Dann wird der Farbbrei vorsichtig in die Rolle gefüllt. Als Alternative können auch die Einsätze von Gepäck- oder Pralinenschachteln als Gussformen dienen.

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Die gefüllten Formen müssen nun etwa zwei Tage lang an einem warmen Ort trocknen. Um Kreiden in mehreren Farben herzustellen, können bereits trockene Kreiden in noch feuchte Farbschichten gedrückt werden.

Nach dem Trocknen werden die Kreiden aus der Rolle oder den Gussformen gelöst. Das Backpapier kann dabei um die Kreide belassen und jeweils nur ein kleines Stück davon abgerissen werden.

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Um der Kreide noch mehr Farbkraft und Leuchtintensität zu verleihen, kann sie zu Zuckerkreide veredelt werden. Dazu wird eine Tasse mit Wasser gefüllt und darin werden zwei Teelöffel Zucker aufgelöst.

Dann wird die Kreide in das Zuckerwasser gelegt und solange darin eingeweicht, bis sie sprudelnd zu Boden sinkt. Um die Kreide zu fixieren, wird die Zeichnung nach dem Trocknen mit Haarspray oder Fixativ für Kreide besprüht.

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