Landschaftszeichnungen Tiefe verleihen

Landschaften gehören zu den sehr beliebten Motiven für Zeichnungen, bergen jedoch auch die eine oder andere Schwierigkeit.

So liegt eine der wesentlichen Schwierigkeiten darin, dass Landschaftszeichnungen nicht nur aus einem Hauptobjekt bestehen, das wie beispielsweise bei Portraitzeichnungen exakt abgezeichnet werden kann, sondern den Ausschnitt einer Landschaft darstellen, der erst aus vielen kleinen Einzeldetails zu einem Gesamtbild wird.

Zudem spielt die Stimmung bei Landschaftszeichnungen eine wichtige Rolle, denn die gleiche Landschaft sieht im Sommer anders aus als im Herbst und bei Regen oder Schnee anders als bei Sonnenschein.

Hinzu kommt, dass es noch etwas schwieriger ist, die jeweilige Stimmung in einer Zeichnung wiederzugeben, während beim Malen allein schon die Auswahl der Farben die Stimmung maßgeblich beeinflusst.

Nun gibt es jedoch einige Tipps und Tricks, die dabei helfen, Landschaftszeichnungen Tiefe zu verleihen:  

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Innerhalb der Zeichnung sollten sich senkrechte und waagerechte Linien abwechseln. Das bedeutet, die einzelnen Objekte der Landschaft sollten unterschiedliche Strukturen und auch unterschiedliche Größen haben, denn dadurch wirkt die Zeichnung lebendiger.

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Hilfreich ist es auch, einige Objekte in die Zeichnung zu integrieren, die in unterschiedlichen Entfernungen zu sehen sind. Befinden sich im Vordergrund beispielsweise große Bäume, erhält die Zeichnung automatisch Tiefe, wenn an einer anderen Stelle kleinere Bäume zu sehen sind. 

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Ein wichtiger Punkt bei Landschaftszeichnungen ist die Perspektive, die dabei hilft, Objekte in richtigen Proportionen verkleinert oder vergrößert in der Zeichnung zu platzieren. Dazu wird ein Punkt festgelegt, bei Landschafszeichnungen bietet sich ein Punkt am Horizont an. An diesem Punkt laufen alle gedachten Fluchtlinien zusammen und die einzelnen Objekte verkleinern sich entlang dieser Fluchtlinien.

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Ein beliebtes Mittel, das Landschaftszeichnungen interessant macht und ihnen Tiefe verleiht, ist ein Weg. Dieser sollte jedoch nicht kerzengerade verlaufen, besser ist es, wenn sich der Weg durch die Landschaft schlängelt.

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Objekte, die sehr weit entfernt liegen, können leicht unscharf gezeichnet werden. Dadurch wird der Eindruck von Weite verstärkt, denn auch das menschliche Auge nimmt Objekte, die weiter weg sind, weniger scharf wahr als Objekte in unmittelbarer Nähe.

Außerdem helfen der richtige Einsatz von Licht und Schatten sowie von hellen und dunklen Flächen bei der Gestaltung und Ausarbeitung der Bildtiefe. Als Grundregel gilt dabei, dass Objekte mit zunehmender Entfernung dunkler werden.

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Thema: Tipps um Landschaftszeichnungen Tiefe zu verleihen 

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Redakteure

Thorsten Laumann, 42 Jahre, technischer Zeichner, Marie Koschinski, 34 Jahre, Grafikdesignerin, David Naue, 37 Jahre, Mediengestalter und privater Comic-Zeichner schreiben hier Wissenswertes, Tipps und Anleitungen zum Thema Zeichnen, Malerei, Kunst und Print.

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