Anleitung für selbstgemachte Meilenstein-Karten

Anleitung für selbstgemachte Meilenstein-Karten

Meilenstein-Karten haben sich zu einem beliebten Accessoire für Babyalben entwickelt. Als hübsche Ergänzung zu den Fotos geben die Karten an, wie alt das Kind zu diesem Zeitpunkt war. Übliche Meilensteine sind dabei der erste Tag und die erste Woche. Danach folgen Meilensteine im Zwei-Wochen-Takt und ab dem dritten Lebensmonat jeweils monatlich bis zum ersten Geburtstag.

Anleitung für selbstgemachte Meilenstein-Karten

Wie so oft bei Trends wird für die Hinweisschildchen gerne auch der englischsprachige Begriff “Milestone Cards” verwendet. Aber natürlich können solche Karten nicht nur im Babyalbum einen Platz finden.

Vielmehr können sie für alle möglichen Gelegenheiten gestaltet werden, die sich in Abschnitte aufteilen lassen. Für Fotoalben zu einem runden Geburtstag, während der Berufsausbildung oder beim Hausbau zum Beispiel.

Und wie sich tolle Meilenstein-Karten, die gezeichnete Elemente mit einem Aquarell-Effekt kombinieren, ganz einfach selbst anfertigen lassen, verraten wir in dieser Anleitung. Viel Spaß!:

Die Materialien für selbstgemachte Meilenstein-Karten

  • dickes Aquarellpapier
  • Bleistift
  • Buntstifte (wasservermalbar)
  • wasserfeste Fineliner
  • Pinsel in mehreren Größen

Als weitere Werkzeuge kommen Radiergummi, Lineal, Schere oder Teppichmesser, etwas Küchenpapier und ein Becher mit Wasser zum Einsatz.

Die Anleitung für selbstgemachte Meilenstein-Karten

Fällt es dem Zeichner schwer, Motive frei Hand zu gestalten, ist er im Handlettering nicht ganz so geübt oder möchte er ganz bestimmte Motive und Schriften umsetzen, kann er sich selbstverständlich passende Vorlagen besorgen.

Liegen alle benötigten Materialien bereit, kann es losgehen.

  1. Schritt: das Papier aufs gewünschte Format zuschneiden

Meist hat ein Aquarellblock ein Format, das für Karten zu groß ist. Deshalb wird als erstes ein Blatt Aquarellpapier aus dem Block herausgetrennt und zugeschnitten. Je nachdem, wie groß die Karten werden sollen, kann das Papier dafür halbiert oder geviertelt werden.

Der Zuschnitt kann mit der Schere erfolgen. Einfacher und gleichmäßiger wird es aber, wenn ein Lineal angelegt und anschließend ein Teppichmesser am Lineal entlang geführt wird.

  1. Schritt: das Motiv mit dem Bleistift vorzeichnen

Nun wird das Motiv mit dem Bleistift auf den Karten skizziert. Dabei wird in der Mitte der Schriftzug gestaltet, der den jeweiligen Meilenstein beschreibt. Die Zahl des Meilensteins wird üblicherweise größer geschrieben – entweder als Zahlwort oder als Ziffer – und mittig angeordnet. Die restlichen Angaben stehen in kleinerer Schrift darüber und darunter.

Umrandet wird der Schriftzug schließlich mit Blumenranken, Ornamenten, grafischen Elementen oder einem anderen Muster. Wichtig an dieser Stelle ist, die einzelnen Elemente des Motivs nicht zu klein zu gestalten. Sonst kommt der Aquarelleffekt nicht richtig zur Geltung.

Beim Vorzeichnen mit dem Bleistift reicht es aus, nur die Konturen zu skizzieren. Denn die Flächen werden später noch ausgemalt und die Bleistiftlinien sollen möglichst keine Spuren zurücklassen.

  1. Schritt: die Konturen mit dem Fineliner nachziehen

Ist das Muster soweit fertig, werden die Bleistiftlinien mit einem wasserfesten Fineliner nachgezogen. Flächen innerhalb der Schrift werden mit dem Fineliner auch ausgemalt. Wer einen dickeren, wasserfesten Stift hat, kann den Schriftzug natürlich gleich damit gestalten. Noch sichtbare Bleistiftlinien werden anschließend vorsichtig wegradiert.

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Natürlich bleibt es dem eigenen Geschmack überlassen, womit und in welcher Sprache die Karten beschriftet und mit welchem Muster sie verziert werden.

Als kleine Anregung hier aber eine Grafik, wie so eine Meilenstein-Karte nach dem zweiten Arbeitsschritt aussehen kann:

[Meilenstein-Karte]

Meilenstein-Karte

  1. Schritt: einzelne Flächen mit Buntstiften ausmalen

Nun kommt etwas Farbe ins Spiel. Mit dem Buntstift werden dabei zum einen die Flächen des Motivs farbig gestaltet. Allerdings werden die Innenflächen nicht vollständig mit Farbe ausgefüllt. Stattdessen werden sie nur in einer Hälfte und hier auch nur in der Mitte ausgemalt, so dass zu den Außenlinien hin ein weißer Rand stehen bleibt. Die leeren Flächen sind notwendig, damit der Aquarelleffekt seine Wirkung entfalten kann.

Zum anderen wird der Hintergrund rund um die Zahl in der Mitte schraffiert. Sehr schön sieht es dabei aus, wenn als Hintergrundfarbe ein Farbton aus der gleichen Farbfamilie verwendet wie für die Flächen des Motivs. So entsteht nämlich ein stimmiges, harmonisches Gesamtbild.

Wer es bunt mag, kann aber selbstverständlich auch mehrere Farben miteinander kombinieren. Soll der Hintergrund nur sanft eingefärbt werden, reicht eine lockere Schraffur aus. Je dichter die Schraffur gearbeitet und je stärker der Buntstift aufs Papier gedrückt wird, desto kräftiger ist später die Farbe.

  1. Schritt: die Farbflächen mit Wasser vermalen

Um einen Aquarelleffekt zu erzielen, werden die Farbflächen jetzt mit Wasser vermalt. Dafür wird ein dünner, feiner Pinsel ins Wasserglas getaucht. Anschließend werden die mit Buntstift ausgemalten Flächen des Motivs mit wenig Wasser übermalt. Durch die Feuchtigkeit lösen sich die Farbpigmente und verschwimmen miteinander.

Für die größere Farbfläche, die den Hintergrund für die Zahl ergibt, kann dann ruhig ein etwas größerer Pinsel verwendet werden. Und hier kann ruhig auch ein wenig mehr Wasser zum Einsatz kommen. Denn das Aquarellpapier saugt das Wasser recht schnell auf. Deshalb sollte der Zeichner eher zügig vorgehen.

  1. Schritt: die Meilenstein-Karten trocknen lassen

Nach und nach werden auf diese Weise alle benötigten und gewünschten Meilenstein-Karten gestaltet. Danach müssen sie trocknen. Ideal ist, die trockenen Karten dann noch für ein paar Tage zwischen dicke Bücher oder ähnliche, schwere Gegenstände zu legen.

Auf diese Weise bleiben sie schön glatt und biegen sich nicht nach oben. Damit sind die selbstgemachten Meilenstein-Karten fertig!

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