10 gute Gründe fürs Zeichnen, 2. Teil

10 gute Gründe fürs Zeichnen, 2. Teil

“Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.” – Diese alte Weisheit gilt an vielen Stellen und ist auch beim Zeichnen nicht anders. Natürlich gibt es Leute, die von Haus aus mehr Begabung mitbringen, während anderen der Einstieg etwas schwerer fällt. Doch am Ende ist alles eine Frage der Übung. Und so schwer, wie oft gedacht, ist es gar nicht, das Zeichnen zu lernen.

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10 gute Gründe fürs Zeichnen, 2. Teil

Früher oder später richtig gut zeichnen zu können, ist aber nur ein Aspekt. Tatsächlich gibt es weit mehr gute Gründe fürs Zeichnen. In einer zweiteiligen Übersicht haben wir zehn davon zusammengetragen.

Hier ist der 2. Teil!:

 

  1. Kreativität und Phantasie

Am Anfang wird es eher darum gehen, sich die Grundlagen anzueignen und die verschiedenen Zeichentechniken zu lernen. Der Zeichner wird sich darauf konzentrieren, wie er ein bestimmtes Motiv möglichst nah am Original zu Papier bringen kann und auf Dinge wie die Perspektive, die Kontraste oder die Lichter und Schatten achten. Der künstlerische Ausdruck tritt zunächst in den Hintergrund.

Doch wenn der Zeichner die wichtigsten Grundlagen einmal beherrscht, kann er wirklich kreativ werden und seiner Fantasie freien Lauf lassen. Er kann seine Ideen umzusetzen, verschiedene Dinge ausprobieren und unterschiedliche Stile miteinander mischen. Auf diese Weise entwickelt er allmählich seine ganz eigene und einzigartige Art, zu zeichnen.

Auch das Zeichengerät kann ein wichtiger Faktor sein. Viele Zeichner arbeiten mit dem Bleistift. Doch auch Zeichnungen mit Buntstiften, Kohlezeichnungen oder Arbeiten mit Tusche, Tinte, Filzstiften und sogar dem Kugelschreiber haben ihren Reiz. Der Zeichner kann aus den Vollen schöpfen und die Mittel nutzen, die am besten zur jeweiligen Idee passen.

  1. Viele Einsatzmöglichkeiten

Wer zeichnen kann, kann seine künstlerische Ader an allen möglichen Stellen ausleben. Schließlich steht nirgends geschrieben, dass der Zeichner immer nur Zeichnungen im klassischen Sinne auf Papier anfertigen muss.

Ein kleines Bild auf einem Notizzettel, auf dem Badezimmerspiegel, auf einem Holzbrett, auf der Serviette oder im Sand am Strand ist schnell skizziert und zaubert den Mitmenschen ein Lächeln auf die Lippen.

Außerdem kann der Zeichner ganz alltägliche Dinge in kleine Kunstwerke verwandeln. So kann er mit seinen Zeichnungen und Skizzen zum Beispiel T-Shirts, Geschirr oder Möbelstücke gestalten. Die Möglichkeiten, sich kreativ auszutoben, sind also fast grenzenlos.

  1. Abheben von der Masse

Heutzutage wird überall und ständig fotografiert. Die einen tragen dauernd eine Kamera mit sich herum, während die anderen bei jeder Gelegenheit das Smartphone zücken, um den Moment in einem Schnappschuss festzuhalten. Das Zeichnen bietet eine coole Möglichkeit, um gegen den Strom zu schwimmen und sich „old school“-mäßig von der breiten Masse abzuheben.

Hinzu kommt, dass es dank der Technik letztlich jedem gelingt, auch mal ein richtig gutes Foto zu treffen. Doch ansprechende Zeichnungen zu erstellen, ist eine ganz andere Nummer.

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Der Zeichner wird Bewunderung für seine Werke ernten und kann völlig zu Recht stolz auf sein Können sein. Zumal handgefertigte Zeichnungen immer auch Unikate sind, in denen sich die individuelle Handschrift und Persönlichkeit des Zeichners widerspiegelt. Durch seine gezeichneten Bilder kann der Zeichner also etwas ausdrücken, das die Linse einer Kamera so nicht sieht und festhalten kann.

  1. Grundlage für den Beruf

Vielleicht möchte der Zeichner einen Beruf ergreifen, in dem Zeichenkenntnisse gefragt sind. Tatsächlich gibt es sehr viele Berufe, bei denen das Zeichnen zum Handwerk gehört. Dazu zählen natürlich zunächst einmal künstlerische und kreative Berufe, also zum Beispiel der Illustrator, Comiczeichner, Karikaturist, Designer oder Tätowierer.

Doch auch der Architekt, technische Zeichner, Städteplaner, Grafiker, Innenausstatter oder Bauingenieur sollte zeichnen können. Gleiches gilt für Kunstlehrer und Erzieher.

Wer das Zeichnen lernt und übt, kann sich also ein gutes Fundament für die berufliche Zukunft schaffen. Und es gibt noch einen weiteren positiven Nebeneffekt: Das Zeichnen kann auch dabei helfen, Mathe und Physik besser zu verstehen. Denn der Zeichner kann verschiedene Sachverhalte grafisch darstellen und so anschaulicher machen.

  1. Schnelle Fortschritte

Auch wenn aller Anfang schwer ist: Das Zeichnen ist kein Kunsthandwerk, das sehr schwer zu lernen ist. Außerdem kommt es mit bescheidenen Mitteln aus. Anders als zum Beispiel in der Malerei muss sich der Zeichner keine größere Ausstattung an Farben, Pinseln, Malgründen und Malmitteln zulegen, um starten zu können. Ein Stift und ein Stück Papier genügen völlig, um erste Bilder anzufertigen.

Ein weiterer Pluspunkt ist, dass sich der Zeichner die wichtigsten Grundlagen selbst und ohne Zusatzkosten erarbeiten kann. Klickt er sich zum Beispiel im Internet durch einschlägige Seiten und Videos, findet er jede Menge hilfreiche Anleitungen und nützliche Tipps.

Das Wichtigste ist aber, dass der Zeichner regelmäßig und mit Spaß zeichnet. Nimmt er sich jeden Tag nur ein paar Minuten Zeit fürs Zeichnen und Skizzieren, wird er sehr schnell Fortschritte machen. Natürlich wird nicht alles auf Anhieb gelingen. Doch wenn der Zeichner am Ball bleibt, kommt er voran und wird ganz automatisch immer besser.

Mehr Ratgeber, Tipps und Anleitungen:

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Thorsten Laumann, 42 Jahre, technischer Zeichner, Marie Koschinski, 34 Jahre, Grafikdesignerin, David Naue, 37 Jahre, Mediengestalter und privater Comic-Zeichner, sowie Ferya Gülcan, Redakteurin und Betreiberin dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes, Tipps und Anleitungen zum Thema Zeichnen, Malerei, Kunst und Print.

Ein Gedanke zu „10 gute Gründe fürs Zeichnen, 2. Teil“

  1. Genau das musste ich lesen. Ich spiele schon seit Längerem mit dem Gedanken ernsthaft das Zeichnen anzufangen, aber dann eben auch richtig und konsistent.
    Motivation sind bei mir hauptsächlich der kreative Auslass und die späteren beruflichen Chancen.
    Ich werde ab heute jeden Tag von 19:00 – 20:00 Uhr zeichnen und die Dauer dann stetig steigern… (in 15-Minuten-Schritten, einmal alle zwei Wochen) Schließlich möchte ich es mir nicht schon zu Beginn verderben durch Überanstrengung 😉

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