Logo selbst zeichnen – in 5 Schritten

Logo selbst zeichnen – in 5 Schritten

Ob für die eigene Firma, die Internetseite, Grußkarten für einen besonderen Anlass oder einfach nur so: Manchmal muss ein Logo her. Und dieses Logo kann der Zeichner in fünf einfachen Schritten selbst entwerfen.

Logos

 

Natürlich kann der Zeichner einen Profi mit dem Entwurf des Logos beauftragen. Ein Außenstehender hat nämlich oft einen anderen Blick auf das Unternehmen und die Idee. Schließlich ist er nicht voreingenommen, denn für ihn ist der Logoentwurf ein Auftrag unter vielen.

Zudem kann der Profi das Logo so gestalten, dass es für alle Medien gleichermaßen verwendet werden kann. Und oft wird ein professionell gestaltetes Logo auch professioneller aussehen als ein Logo, das ein Hobby-Zeichner entworfen und gezeichnet hat.

Andererseits kann es gerade die persönliche und nicht perfekte Optik sein, die das eigene Logo ausmacht. Außerdem kennt der Zeichner sein Unternehmen am besten. Vieles, was für ihn selbstverständlich ist, müsste er einem Außenstehenden mühsam erklären. Doch dabei kann es immer mal wieder zu Missverständnissen kommen.

Gestaltet der Zeichner sein Logo selbst, spart er natürlich auch Kosten. Hinzu kommt, dass er die Zeit in der Hand hat. Denn er muss nicht darauf warten, bis der Profi den Entwurf fertig hat. Sondern der Zeichner kann dann an seinem Logo arbeiten, wenn er das möchte. Und weil die Urheber- und die Lizenzrechte für seine eigene Handzeichnung bei ihm liegen, muss er keine Abmahnungen fürchten. Außerdem kann er sein Logo jederzeit verändern oder nachbessern, wenn ihm danach ist. Schließlich ist es ja sein ganz eigenes Logo, über das er das alleinige Sagen hat.

Aber es gibt noch einen anderen Grund, der klar dafür spricht, warum der Zeichner sein Logo selbst zeichnen sollte: Es macht Spaß! Und selbst wenn der Zeichner gar nicht unbedingt ein eigenes Logo braucht, ist dieses Zeichenprojekt eine schöne Abwechslung zu den sonst üblichen Zeichnungen und Skizzen. Bleibt nur noch die Frage, wie der Zeichner denn nun am besten vorgeht.

Hier sind – wie angekündigt – die fünf Schritte auf dem Weg
zum selbst entworfenen Logo:

 

Schritt Nr. 1: Die zentralen Begriffe aufschreiben.

Zunächst einmal gilt es, die Kernbegriffe aufzuschreiben. Je nachdem, um welches Thema es geht, sollten die zwei, drei Wörter, die die Firma, das Produkt oder die Idee am besten beschreiben, notiert werden.

Ein Beispiel: Der Zeichner hat einen kleinen Malerbetrieb und möchte dafür ein Logo entwerfen. Also überlegt er sich, welche Wörter seine Firma am besten beschreiben. In seinem Fall könnten das „Malern“ und „Handwerk“ sein.

Den ersten Begriff schreibt er nun mittig auf ein Blatt Papier. Den zweiten Begriff notiert er auf einem zweiten Blatt Papier, ebenfalls in der Mitte. Hat er noch mehr Hauptbegriffe, notiert er sie natürlich ebenfalls jeweils auf einem Blatt.

 

Schritt Nr. 2: Die Assoziationen zu den Kernwörtern notieren.

Als nächstes nimmt sich der Zeichner sein erstes Blatt vor. Darauf notiert er alle Wörter und Begriffe, die ihm zu seinem Hauptbegriff einfallen. Dabei kann er ruhig auch spontane Einfälle vermerken, selbst wenn diese nur indirekt mit dem Wort zusammenhängen.

Um beim obigen Beispiel zu bleiben: Mögliche Begriffe, die der Zeichner mit „Malern“ in Verbindung bringt, können unter anderem Pinsel, Farbe, Wände, Leiter, Eimer und Kreppband sein. Assoziationen zum Begriff „Handwerk“ wiederum können Arbeiten, Kunden, Telefon, Aufträge, Baustelle, Latzhose und der Maler als Handwerker sein.

Seine Einfälle ordnet der Zeichner am besten im Kreis herum um den Hauptbegriff an. Also so, dass sie wie Sonnenstrahlen vom Hauptwort abgehen. Wie viele Wörter der Zeichner notiert, bleibt seinem Geschmack und natürlich seiner Kreativität überlassen.

Mit den anderen Blättern verfährt der Zeichner ebenso. Mit etwas Abstand sollte er sich seine Papiere dann noch einmal anschauen. Fehlt noch etwas? Was passt doch nicht so richtig und kann gestrichen werden?

 

Schritt Nr. 3: Die Wörter durch Symbole ersetzen.

Jetzt beginnt das Zeichnen. Der Zeichner überlegt sich nun nämlich zu jedem Wort auf seinem Blatt ein einfaches Symbol und zeichnet es neben das jeweilige Wort. Da es um ein Logo geht, sollten die Symbole aber wirklich so einfach wie möglich gehalten sein. Simple Strichzeichnungen genügen völlig. Denn detailreiche Bilder sind für ein Logo ungeeignet.

Gute Anregungen bieten Piktrogramme auf Hinweistafeln und Straßenschildern. Im Internet und in Kinderbüchern lassen sich ebenfalls viele Abbildungen finden, die in einfache, symbolhafte Strichzeichnungen übersetzt werden können.

Nach und nach arbeitet sich der Zeichner nun vor, bis er zu jedem Wort auf jedem seiner Blätter ein Symbol gezeichnet hat.

 

Schritt Nr. 4: Die besten Symbole auswählen.

Die Hauptarbeit ist getan und nun kommt der spannende Teil. Dazu legt der Zeichner seine Blätter so nebeneinander, dass von jedem Blatt ein Symbol neben einem Symbol von den anderen Blättern liegt. Hat der Zeichner zwei Blätter ausgearbeitet, sieht er nun also zwei Symbole vor sich. Dann dreht er ein Blatt weiter, bis das nächste Symbolpaar entsteht.

Danach schiebt er das Blatt wieder bis zum nächsten Symbolpaar weiter. Auf diese Weise mischt der Zeichner alle Symbole miteinander. Und irgendwann hat er das Bilderpaar vor sich, das seine beiden Hauptbegriffe ideal miteinander verbindet und optimal darstellt.

 

Schritt Nr. 5: Die Symbole zum Logo verbinden.

Nun muss der Zeichner nur noch überlegen, wie er die beiden Symbole zusammenbringen kann. Ein Beispiel: Der Zeichner hat sich die Begriffe „Aufträge“ und „Pinsel“ ausgesucht. Als Symbol für Aufträge hat er ein aufgeklapptes Buch mit dem Schriftzug „Aufträge“ gezeichnet.

Für sein Logo kann er nun den Pinsel so auf das Auftragsbuch setzen, dass es aussieht, also würde der Pinsel das Wort „Aufträge“ schreiben. Hat sich der Maler hingegen für Farben und eine Latzhose entschieden, kann er die Latzhose mit Farbklecksen verzieren.

Damit ist das Logo auch schon fertig!

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