Zeichnen mal anders: Lampion gestalten

Zeichnen mal anders: Lampion gestalten

Nirgends steht geschrieben, dass Zeichnungen immer nur auf einem flachen Zeichengrund wie einem Blatt Papier oder einem Bogen Zeichenkarton entstehen müssen. Vielmehr bieten alle möglichen Flächen Platz für gezeichnete Motive.

Lampion gestalten

Ein schönes Beispiel dafür ist die Idee, die wir in dieser Anleitung vorstellen: Wir fertigen zuerst einen Lampion an, der anschließend mit einer Zeichnung dekoriert wird. Durch die Beleuchtung erstrahlt die Zeichnung so buchstäblich in einem neuen Licht. Und nebenbei ist auch gleich eine tolle Deko für die kalte Jahreszeit vorhanden.

 

Die Materialien für einen Lampion

  • Küchenrolle
  • Tapetenkleister
  • Gefäß und Rührwerkzeug zum Anmischen des Tapetenkleisters
  • Luftballon
  • Gefäß, in das der Luftballon hineingestellt werden kann
  • Pinsel
  • Nadel
  • Schere
  • Permanentmarker oder Filzstifte
  • LED-Lämpchen, einzeln oder als Lichterkette

Die Anleitung für den Lampion

Das Grundgerüst für den Lampion besteht aus Küchenpapier und Tapetenkleister. Dadurch entsteht ein ziemlich stabiler Lampion, der als Zeichengrund dient. Wird der Lampion später beleuchtet, sorgt die Zeichnung für eine besonders tolle Optik.

Anstelle von Küchenrolle kann der Lampion auch aus Transparentpapier gebastelt werden. Durch das Transparentpapier wird der Lampion, wie der Name schon andeutet, noch transparenter und das Licht setzt die Zeichnung noch effektvoller in Szene. Allerdings ist Transparentpapier ein ganzes Stück teurer als simple Küchenrolle. Und wenn der Lampion nicht leuchtet, kommt die Zeichnung auf dem weißen Küchenpapier fast besser zur Geltung.

 

  1. Schritt: die Vorbereitungen

Zuerst wird der Tapetenkleister mit Wasser angerührt. Die Anleitung dazu steht auf der Verpackung. Der Kleister muss ein paar Minuten quellen. In der Zwischenzeit kann schon der Luftballon aufgeblasen werden. Und zwar so groß, wie der Lampion werden soll.

Außerdem wird das Küchenpapier in kleine Stücke gerissen. Die Stücke müssen nicht gleichmäßig sein. Allerdings sollten sie nicht viel größer werden als rund 5 x 5 cm. Von den Papierstücken wird ein ganzer Stapel benötigt. Denn insgesamt müssen es so viele Papiere sein, dass der Luftballon in zwei Lagen damit abgedeckt werden kann.

 

  1. Schritt: den Lampion formen

Nachdem die Vorbereitungen abgeschlossen sind, kann der Lampion gebastelt werden. Dabei lässt es sich am einfachsten arbeiten, wenn der Luftballon kopfüber (also mit dem Knoten nach unten) in ein Gefäß gestellt wird. Dieses Gefäß kann zum Beispiel ein Blumentopf, eine kleine Schüssel oder ein größerer Becher sein. Steht der Luftballon in dem Gefäß, sind beide Hände frei und der Ballon kann bequem mit dem Papier umhüllt werden.

Um den Lampion zu formen, wird der Ballon mit Kleister eingepinselt. Dann wird ein Stück Küchenpapier auf den Ballon gelegt und wieder mit Tapetenkleister überstrichen. Anschließend wird das nächste Papierstück leicht überlappend aufgelegt und ebenfalls mit Kleister überpinselt. So geht es weiter, bis der Ballon in der gewünschten Lampionhöhe ummantelt ist.

Ist die erste Lage fertig, wird nach dem gleichen Prinzip eine zweite Lage Küchenpapier aufgeklebt. Soll der Lampion sehr stabil werden, kann anschließend noch eine dritte Lage aufgebracht werden. Dadurch ist der Lampion dann aber weniger transparent. Soll später die beleuchtete Zeichnung im Vordergrund stehen, reichen also zwei Lagen aus.

Der Tapetenkleister muss nun komplett durchtrocknen. Da das einige Stunden dauert, bietet es sich an, den Luftballon so wie er ist über Nacht in dem Gefäß stehen zu lassen.

 

  1. Schritt: den Lampion gestalten

Ist die Schale aus eingekleistertem Küchenpapier trocken, kann der Luftballon mit einer Nadel durchgestochen werden. Er fällt dadurch in sich zusammen und kann herausgenommen werden. Wer möchte, kann den Lampion am oberen Rand mit der Schere gerade abschneiden.

Dann geht es an die Deko. Mit Permanentmarkern oder Filzstiften können auf dem Lampion Muster aus Linien und Strichen, grafische Elemente oder andere Motive aller Art gezeichnet werden. Korrekturen sind mit diesen Stiften aber nicht möglich. Ist der Zeichner unsicher, kann er sich sein Motiv deshalb auch erst dünn mit Bleistift skizzieren und die Linien erst anschließend mit einem anderen Stift nachziehen.

 

  1. Schritt: den Lampion fertig stellen

Ist die Zeichnung fertig, braucht der Lampion nur noch eine Beleuchtung. Dafür eignet sich ein LED-Lämpchen oder eine LED-Lichterkette am besten. Eine andere Möglichkeit wäre, ein kleines Glas zu verwenden, das mit einem Teelicht bestückt wird. Nur eine Kerze hinzustellen, geht nicht. Denn durch das Material würde der Lampion Feuer fangen.

Soll der Lampion nicht hingestellt, sondern aufgehängt werden, muss eine Aufhängung her. Dafür werden zwei kleine Löcher in den Lampion gebohrt. Die Löcher sollten möglichst genau gegenüberliegen. Sonst hängt der Lampion schief. Dann wird ein Stück Faden, Schnur oder Draht genommen. Jedes Ende wird durch ein Loch gefädelt und so verknotet oder verzwirbelt, dass es nicht mehr herausrutschen kann. Und schon kann der Lampion an der gewünschten Stelle aufgehängt werden.

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