2 Tipps für bessere Skizzen

2 Tipps für bessere Skizzen

Mal eben eine Skizze anzufertigen, klingt eigentlich einfach. Doch so manchem Zeichner fällt es schwer, einen Entwurf aufs Papier zu bringen, der schnell gezeichnet ist und dennoch gut aussieht. Hier sind deshalb zwei Tipps für bessere Skizzen!

Der Zeichner sieht ein schönes Motiv oder hat eine Idee, was er zeichnen möchte. Also packt er seinen Zeichenblock und seine Stifte aus und versucht, das Motiv mit wenigen Strichen festzuhalten. Die schnelle Skizze soll ein erster Entwurf sein und später die Vorlage oder die Basis für die eigentliche Zeichnung bilden. Doch oft zeigt sich, dass es gar nicht so einfach ist, ein Motiv mal eben zu skizzieren.

Denn die wenigen Linien auf dem Papier sind vom eigentlichen Motiv weit entfernt und je länger der Zeichner an seiner Skizze arbeitet, desto mehr verliert er sich in kleinen, aber eigentlich unwichtigen und überflüssigen Details. – Dieses Phänomen dürften viele Zeichner kennen. Genauso ist es vermutlich jedem Zeichner schon passiert, dass er nicht weiß, was er noch zeichnen soll.

Er hat das Gefühl, dass seine Skizzen und Zeichnungen immer gleich aussehen. Dabei möchte er doch neue Techniken ausprobieren und seinen Stil weiterentwickeln. In beiden Fällen können simple Tricks die richtigen Impulse liefern.

 

Und hier sind zwei solcher Tipps, die dem Zeichner helfen können,
seine Skizzen zu verbessern:

 

Tipp Nr. 1: ein kurzes Zeitlimit setzen

So mancher Zeichner macht den Fehler, dass er viel zu viel über seine Skizze nachdenkt. Statt spontan zu zeichnen und der Skizze die Chance zu geben, sich selbst zu entwickeln, macht sich der Zeichner schon vorher ein recht genaues Bild davon, wie seine fertige Arbeit aussehen soll. Er denkt darüber nach, wo er welche Linien ziehen will und wie er welche Farbtöne erzielt.

Beim Skizzieren selbst beschränkt er sich nicht auf die wesentlichen Bildelemente, sondern fügt immer mehr kleine Details dazu. Mitunter entsteht so eine Skizze, die zwar viele Einzelheiten enthält, aber entweder überladen oder unvollständig wirkt. Hilfreich kann es deshalb sein, wenn sich der Zeichner ein klares Zeitlimit setzt.

Zu Übungszwecken sollte der Zeichner dazu eine Stoppuhr, eine Küchenuhr oder einen Wecker nehmen und auf beispielsweise fünf Minuten einstellen. Diese fünf Minuten sind die Zeit, die dem Zeichner für seine Skizze zur Verfügung stehen. Und das Ziel ist, innerhalb dieses Zeitlimits eine vollständige Skizze fertig zu stellen. Was in der Theorie recht einfach klingt, kann in der Praxis eine echte Herausforderung sein. Denn der Zeichner muss lernen, ohne große Vorüberlegungen loszuzeichnen und sich auf die wichtigsten Bildelemente zu beschränken. Arbeitet er zu lange an kleinen Details, wird seine Skizze nicht fertig.

Später kann der Zeichner sein Zeitlimit immer weiter runtersetzen. Durch diese Übung lernt der Zeichner, schnell und spontan zu zeichnen. Außerdem entwickelt er ein Gefühl dafür, was für eine Skizze wichtig ist und was er getrost weglassen kann. Dadurch wiederum gewinnen seine Skizzen an Aussagekraft.

 

Tipp Nr. 2: die Zeichenutensilien auf ein Minimum beschränken

Möchte der Zeichner etwas Neues ausprobieren, an seinem Zeichenstil feilen oder sucht er nach Möglichkeiten, wie er seine Ideen umsetzen kann, sollte er seine Zeichenausstattung einmal radikal abspecken.

Denn wenn dem Zeichner nur ein Stück Papier und ein Stift zur Verfügung stehen, bleibt ihm gar nichts anderes übrig, als verschiedene Zeichentechniken anzuwenden und unterschiedliche Darstellungsweisen auszuarbeiten. Neue Ideen entstehen so oft ganz von alleine.

Im Prinzip greift bei diesem Tipp also die alte Weisheit „Not macht erfinderisch“. Besteht die Zeichenausrüstung aus einem einzigen Stift, muss sich der Zeichner etwas einfallen lassen. So muss er den Stift mal spitzer und mal flacher halten, mal mit mehr und mal mit weniger Druck über das Papier führen und verschiedene Schraffurtechniken anwenden.

Nur so wird es ihm gelingen, unterschiedliche Strichstärken, verschiedene Stricharten und mehrere Farbtöne zu erzielen. Der Zeichner arbeitet dadurch ganz automatisch mit unterschiedlichen Zeichentechniken. Und oft ergeben sich dabei neue Ideen, weil dem Zeichner weitere Darstellungsweisen einfallen, die er ausprobieren kann und möchte.

Für klassische Skizzen bietet es sich natürlich an, die Zeichenmaterialien auf einen Bleistift zu reduzieren. Doch genauso spannend kann es sein, wenn der Zeichner Skizzen mit einem Buntstift, einem Kohlestift, einer Pastellkreide, einem Filzstift oder einem Kugelschreiber erstellt. Außerdem kann der Zeichner ganz andere Zeichenmaterialien ausprobieren.

Ein Lippenstift, ein Kajal, Wimperntusche oder Nagellack wären Beispiele für Zeichenutensilien, mit denen der Zeichner experimentieren kann. Wichtig dabei ist nur, dass es der Zeichner bei einem Zeichenmittel belässt und versucht, seine Idee mit diesem einen Zeichenmittel umzusetzen.

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