6 Tipps zum Skizzenbuch

6 Tipps zum Skizzenbuch

Ein Skizzenbuch ist ein schönes Hilfsmittel, das den zeichnerischen Werdegang dokumentiert. Statt einer Sammlung aus losen Blättern, die in irgendwelchen Kartons oder Schubladen herumfliegen, sind die Entwürfe und Zeichnungen im Skizzenbuch ordentlich untergebracht. Außerdem regt ein Skizzenbuch dazu an, regelmäßig zum Stift zu greifen und zu zeichnen oder bestimmte Techniken zu üben.

6 Tipps zum Skizzenbuch

Hinzu kommt der praktische Nutzen:

Sieht der Zeichner ein interessantes Motiv, kann er sein Skizzenbuch auspacken und es in einer schnellen Zeichnung festhalten. Später kann er die Skizzen zu Zeichnungen zusammenfügen. Nebenbei wird das Skizzenbuch so auch zu einer Fundgrube für Ideen.

Wie der Zeichner sein Skizzenbuch führt und gestaltet, bleibt natürlich ihm selbst überlassen.

Doch damit der Einstieg etwas leichter fällt, haben wir sechs Tipps zum Skizzenbuch zusammengetragen:

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Tipp Nr. 1: Das Skizzenbuch nicht überbewerten

Ein Skizzenbuch ist ein Buch oder Heft für Skizzen – nicht weniger, aber eben auch nicht mehr. In seinem Skizzenbuch hält der Zeichner Ideen, Entwürfe, Skizzen und schnelle Zeichnungen fest. Dabei geht es nicht darum, perfekte Arbeiten zu gestalten, die für sich schon eigene Kunstwerke sind. Natürlich kann es nicht schaden, wenn der Zeichner an sich selbst den Anspruch hat, immer besser zu werden. Aber in einem Skizzenbuch muss nicht jedes Motiv detailliert ausgearbeitet sein.

Wenn es dem Zeichner schwerfällt, sein Skizzenbuch zu füllen, kann er die Dinge skizzieren, die er gerade vor sich sieht oder die ihm durch den Kopf gehen. Das kann eine Parkbank, eine Blume oder der eben servierte Eisbecher genauso sein wie eine spannende Landschaft oder ein Fantasiewesen.

Letztlich geht es darum, Ideen, Anregungen und Motive für spätere Zeichnungen zu sammeln. Deshalb kann der Zeichner sowohl seine Motive als auch die verwendeten Techniken frei wählen. Und er sollte sich keine Gedanken darüber machen, was andere über seine Entwürfe sagen würden. Denn das Skizzenbuch dient als Fundgrube und Hilfestellung für den Zeichner. Es ist nicht unbedingt für Publikum bestimmt.

Tipp Nr. 2: Ein handliches Format wählen

Im Idealfall hat der Zeichner sein Skizzenbuch immer bei sich. So kann er jederzeit zum Stift greifen und eine schnelle Skizze anfertigen, wenn er ein spannendes Motiv sieht oder ihm eine gute Idee durch den Kopf schießt. Ratsam ist deshalb, ein Buch oder Heft in einem handlichen Format zu wählen. Ein Ringbuch oder eine Kladde eignen sich gut, letztlich reicht aber auch ein ganz normales, einfaches Schreibheft völlig aus.

Führt der Zeichner sein Skizzenbuch nicht nur für sich selbst, sondern weil er es zum Beispiel im Rahmen des Studiums braucht, oder möchte er die Sache etwas professioneller angehen, kann er auch mit zwei Büchern arbeiten.

In diesem Fall kann er sich ein kleines, einfaches Skizzenbuch für unterwegs zulegen. Ein zweites, etwas größeres und vielleicht auch etwas edleres Skizzenbuch kann er für Zuhause verwenden. Und hier kann der Zeichner dann seine Entwürfe auch etwas detaillierter ausgestalten.

Tipp Nr. 3: Die Buchseite aufteilen

Oft fällt es schwer, die ersten Linien, Striche und Punkte auf die große, leere Seite zu setzen. Das weiße Papier löst ein beklemmendes Gefühl aus und der Zeichner ist unsicher, wo er den Stift ansetzen soll. Zudem macht sich manchmal die Sorge breit, dass die geplante Skizze zu klein werden könnte und auf der Seite dann verloren wirkt.

Diese Scheu vor der weißen Seite ist normal. Autoren geht es beim Schreiben genauso, ebenso wie Malern beim Anblick der leeren Leinwand.

Aber es gibt einen Trick, der schnell Abhilfe schafft: Der Zeichner kann die Seite einfach in mehrere Felder aufteilen. Oder er dabei gleichmäßige Felder wählt oder die Seite locker aus dem Handgelenk unterteilt, bleibt seinem Geschmack überlassen. So oder so wird es einfacher, drauflos zu zeichnen, wenn statt der ganzen Seite nur ein kleines Feld ausgefüllt werden will.

Tipp Nr. 4: Regelmäßig skizzieren

Wie in fast allen Lebensbereichen gilt auch fürs Zeichnen das Motto: „Übung macht den Meister“. Vom kreativen Talent abgesehen, ist das Zeichnen letztlich ein Handwerk, das gewissen Regeln folgt und bestimmte Techniken verwendet. Je öfter der Zeichner skizziert und zeichnet, desto besser und sicherer wird er. Und jeden Tag ein paar Minuten zu zeichnen, bringt unterm Strich sehr viel mehr, als einmal pro Monat mehrere Stunden lang den Stift zu schwingen.

Tipp Nr. 5: Das Datum vermerken

Der Zeichner kann bei seinen Skizzen und Zeichnungen jeweils das Datum dazuschreiben. Auf diese Weise wird das Skizzenbuch zu einer Art Tagebuch und der Zeichner kann später nachvollziehen, wie sich seine Techniken und sein Zeichenstil im Laufe der Zeit entwickelt haben. Zugleich werden so die Erinnerungen daran geweckt, in welcher Situation die jeweilige Skizze entstanden ist.

Hilfreich ist das Datum vor allem auch dann, wenn der Zeichner die Buchseiten nicht nacheinander füllt, sondern nach Themen sortiert oder einfach querbeet.

Tipp Nr. 6: Notizen und Beschriftungen ergänzen

So wie der Zeichner die Buchseiten aufteilen und die Skizzen mit dem Datum versehen kann, kann er Notizen oder kurze Beschreibungen zu seinen Entwürfen hinzufügen. Dadurch erhält das Skizzenbuch noch mehr den Charakter eines Tagebuchs, das die Entwicklungen beim Zeichnen dokumentiert. Der Mix aus Skizzen und Zeichnungen mit Beschriftungen sieht zudem interessant aus und lässt das Skizzenbuch fast professionell wirken.

Und selbstverständlich kann der Zeichner nicht nur Entwürfe, Skizzen und Zeichnungen in seinem Skizzenbuch sammeln. Stattdessen kann er das Buch auch nutzen, um Schriften zu üben, beispielsweise in Form von Ballontexten oder klassischer Kalligraphie. Schließlich können Buchstaben und Schriftzüge ebenso zu Motiven oder Details in Zeichnungen werden.

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Thorsten Laumann, 42 Jahre, technischer Zeichner, Marie Koschinski, 34 Jahre, Grafikdesignerin, David Naue, 37 Jahre, Mediengestalter und privater Comic-Zeichner, sowie Ferya Gülcan, Redakteurin und Betreiberin dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes, Tipps und Anleitungen zum Thema Zeichnen, Malerei, Kunst und Print.

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