Anleitung zum Zeichnen von Sketchnotes, Teil 1

Anleitung zum Zeichnen von Sketchnotes, Teil 1

Beim Sketchnoting werden Skizzen und Notizen miteinander kombiniert. Auf diese Weise sollen Informationen schnell, einfach und übersichtlich festgehalten werden. Wie das Ganze funktioniert, erklären wir in einer zweiteiligen Anleitung zum Zeichnen von Sketchnotes. Hier ist Teil 1!

Anleitung zum Zeichnen von Sketchnotes, Teil 1

Sketchnotes – was ist das?

Das Wort Sketchnotes setzt sich aus den Begriffen sketches für Skizzen und notes für Notizen zusammen. Geprägt hat den Begriff Mike Rohde, ein Designer und Illustrator aus dem US-amerikanischen Milwaukee, Wisconsin. Er hat die Technik auch entwickelt.

Sketchnotes sind Kombinationen aus Bildern und Wörtern, durch die Informationen sichtbar gemacht werden. Dabei werden die Inhalte, die dargestellt oder festgehalten werden sollen, gezeichnet.

Anschließend werden die Zeichnungen durch aussagekräftige Stichwörter ergänzt. Besonderes Zeichentalent ist für Sketchnotes aber nicht notwendig. Denn es geht nicht darum, besonders schöne, aufwändige Illustrationen zu erstellen. Die Idee ist vielmehr, die Abbildungen so einfach und übersichtlich wie möglich zu halten.

Wo kommen Sketchnotes zum Einsatz?

Es gibt immer wieder Situationen, in denen innerhalb kürzester Zeit sehr viele Informationen erfasst werden müssen. Bei Vorlesungen, in Meetings, bei Präsentationen und Vorträgen oder in Seminaren ist das zum Beispiel so. Die meisten greifen dann zu Stift und Notizblock und versuchen, alles Wichtige schnell mitzuschreiben.

Genau an diesem Punkt wollen Sketchnotes Abhilfe schaffen. Ihr Ziel ist, die Inhalte in simplen Bildern und kurzen Stichworten zusammenzufassen. Dadurch sollen die Kernaussagen in einer vereinfachten Form festgehalten werden. Bei einer späteren Durchsicht der Aufzeichnungen soll auf einen Blick wieder klar sein, worum es ging. So können die Sketchnotes auch dabei helfen, sich die Inhalte besser einzuprägen.

Sketchnotes sind in erster Linie als persönliche Aufzeichnungen gedacht. Der Zeichner erstellt sie also zunächst einmal für sich selbst. Und dabei muss es nicht immer nur um schulische oder berufliche Themen gehen. Alltägliche Dinge wie Einkaufslisten, Rezepte, Bastelanleitungen, To-Do-Listen oder Einträge im Tagebuch eignen sich ebenfalls fürs Sketchnoting. Und selbstverständlich können auf diese Weise auch dekorative Bilder entstehen.

Abgesehen von persönlichen Aufzeichnungen, wird die Methode gerne bei Präsentationen und Konferenzen angewendet. Hier hält ein Zeichner das, was Gesagt wurde, für alle sichtbar auf einer Flipchart oder einer digitalen Fläche fest. Das Ganze nennt sich dann Graphic Recording. Ist der Zeichner Illustrator und Moderator in einem, wird von Visual Faciliation gesprochen.

Was wird für Sketchnotes benötigt?

Für Sketchnotes braucht es eigentlich nur Papier und Stifte.

Was das Papier angeht, genügt am Anfang normales Kopierpapier. Noch besser ist ein Collageblock mit kariertem Papier. Durch die Ringbindung lassen sich die Seiten bequem aufschlagen. Beim Zeichnen kann der Block zusammengeklappt und dadurch gut gehalten werden.

Außerdem kann der Zeichner problemlos blättern. Die Karos wiederum helfen dabei, die Fläche übersichtlich aufzuteilen und die einzelnen Elemente stimmig anzuordnen.

Später kann sich der Zeichner dann auch ein richtiges Skizzenbuch zulegen oder eben das Papier verwenden, mit dem er am liebsten arbeitet.

Die Wahl der Stifte bleibt ebenfalls dem eigenen Geschmack überlassen. Für die Skizzen und Notizen leisten Bleistift, Kugelschreiber, Fineliner, Gelstift oder Tintenroller gute Dienste.

Um die Skizzen auszuarbeiten, Akzente zu setzen oder Überschriften hervorzuheben, bieten sich Farbstifte aller Art an. Das können zum Beispiel Buntstifte, Filzstifte oder Textmarker sein. Letztlich kann der Zeichner zu allem greifen, was ihm gefällt.

Wie werden Sketchnotes gezeichnet?

Sketchnotes sollen keine aufwändigen, bis ins Detail ausgearbeiteten Zeichnungen sein. Es geht vielmehr darum, Informationen, Inhalte oder Kernaussagen auf eine einfache Art zu visualisieren.

Deshalb reichen ein paar simple Grundformen aus. Mit ihnen kann alles Wichtige dargestellt werden. Zu den Grundelementen gehören Punkte, verschiedene Linien und geometrische Formen.

Die grundlegenden Elemente können zu allerlei Piktogrammen und Bildern zusammengesetzt werden. Je nach Inhalt kommen dann noch weitere Elemente dazu, die für Übersicht sorgen und der Aufzeichnung Struktur verleihen.

So zum Beispiel:

  • Pfeile, die Abläufe oder Zusammenhänge verdeutlichen
  • Figuren in Form von Strichmännchen, um Handlungen oder Personen abzubilden
  • Gesichter als Ausdruck von Emotionen
  • Kästen, Boxen und Banner, die Überschriften hervorheben
  • Frage- und Ausrufezeichen, um entscheidende Fragen oder Aussagen zu kennzeichnen
  • Sprechblasen, die auf wichtige Aussagen, Meinungen oder Vereinbarungen hinweisen
  • Rahmen, Farbflächen und Trennlinien, die Wichtiges markieren, verschiedene Bereiche voneinander abgrenzen oder der Aufzeichnung Struktur geben

Natürlich kann und wird jeder Zeichner seine eigenen Formen verwenden. Und im Laufe der Zeit wird er seinen persönlichen Stil entwickeln. So wie sich jeder auf seine eigene Art und Weise Notizen macht und Dinge aufschreibt, werden auch Sketchnotes immer eine individuelle Note haben.

Feste Regeln gibt es zudem ohnehin nicht. Aber für den Anfang und als kleine Orientierungshilfe hier eine kleine Übersicht mit den Hauptelementen:

[Sketchnotes]

Sketchnotes

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Inhaber bei Internetmedien Ferya Gülcan
Thorsten Laumann, 42 Jahre, technischer Zeichner, Marie Koschinski, 34 Jahre, Grafikdesignerin, David Naue, 37 Jahre, Mediengestalter und privater Comic-Zeichner, sowie Ferya Gülcan, Redakteurin und Betreiberin dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes, Tipps und Anleitungen zum Thema Zeichnen, Malerei, Kunst und Print.
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